Paterna del Campo zwischen Kirchen, Festen und Landschaften
Unterkünfte in Paterna Del Campo
Kirchen, Festungen und historische Bauwerke
Zu den markanten Bauwerken von Paterna del Campo gehört die Iglesia de San Bartolomé. Sie wurde nach der Eroberung Paternas durch Alfons X. auf einer früheren Moschee errichtet. An ihrer Puerta del Perdón bewahrt sie sichtbares Mudéjar-Ziegelmauerwerk und besitzt Spitzbögen. Das Castillo del Alpízar ist eine antike Festung mit einem almohadischen Portal aus dem 11. Jahrhundert, quadratischem Grundriss, zentralem Waffenhof und vier Türmen. Im Inneren kann die Anlage nicht besichtigt werden, zugänglich ist nur die Außenansicht. La Fontanilla ist eine künstliche Quelle aus dem 11. Jahrhundert im almohadischen Stil. Ihr Bewässerungssystem persischen Ursprungs, ein qanát, leitet Wasser aus einem unterirdischen Brunnen. La Fontanilla kann frei besichtigt werden; Besuche bei Tageslicht werden empfohlen. Im Viertel Colina Verde leitete ein rekonstruiertes römisches Aquädukt Wasser von der Fuente del Alpízar nach Itálica. Bei Tejada la Nueva umfassen die Überreste der Fuente de los Frailes römische Bäder, die mit einer gleichnamigen Quelle verbunden sind.
Auch kleinere Sakralbauten erzählen von der regionalen Geschichte. Die Ermita de San Isidro stammt aus dem Jahr 1955 und gilt als Beispiel für die volkstümliche religiöse Architektur der Region. In ihrer Umgebung findet im Mai eine beliebte Romería statt. Die Romería de San Isidro Labrador wird in der Aldea de Tujena an dem Sonntag gefeiert, der dem 15. Mai am nächsten liegt. Bei der Romería del Rocío bricht die Bruderschaft von Paterna am Donnerstag vor dem Pfingstmontag auf und übernachtet in El Cortijillo. Die Semana Santa in Paterna del Campo gilt als eine der ältesten und etabliertesten Feierlichkeiten im Condado. Bei der Fronleichnamsfeier wird eine silberne Monstranz aus dem 18. Jahrhundert in der Prozession mitgeführt. Die Festividad del Carmen wird am 16. Juli gefeiert; ihre Prozession geht auf die Präsenz der Karmeliten in Paterna im 18. Jahrhundert zurück. Bei der Feier der Santa Cruz de la Victoria werden handgefertigte Papierblumen verwendet, die ältere einheimische Frauen das ganze Jahr über herstellen.
Feuchtgebiete, Wildoliven und Felswände
Das Feuchtgebiet Paraje de El Chorrito ist von Süßwasserquellen, dichter Vegetation und ausgeprägter landschaftlicher Schönheit geprägt. Der Río Corumbel durchquert das Gebiet; aufgrund der örtlichen Geologie weist es außerdem kleine Höhlen auf. Im Acebuchal del Alpízar können unter anderem Ginsterkatzen, Iltisse, Wildkatzen, Turmfalken, Habichte und Schlangenadler beobachtet werden. Das Gebiet ist größtenteils besonders geschützt und wird von einem gut erhaltenen Wildolivenwald beherrscht. Las Lapas de San Salvador sind Höhlen und Felsüberhänge in einer durch Erosion entstandenen, etwa 180 m hohen Felswand am linken Ufer des Río Corumbel. Der Lebensraum reicht dort bis in die Vorgeschichte zurück.
Routen zwischen Condado und Río Tinto
Für aktive Tage gibt es im Gebiet des Arroyo de Tejada und des Río Corumbel Routen, die zu Fuß, mit dem Fahrrad, zu Pferd oder mit Geländefahrzeugen zurückgelegt werden können. Die Strecke der Ruta BTT Gran Premio Villa de Paterna beginnt in der Calle Ramón Carande und ist 88,8 km lang; das zugehörige BTT-Event findet im Oktober statt. Die Ruta Paterna del Campo a Berrocal ist 32 km lang und führt von Paterna in Richtung Berrocal. Sie führt vom Condado in die jahrtausendealte Geschichte der Berge des Bergbaubeckens, die zum geschützten Landschaftsraum des Río Tinto gehören. Eine etwa 11 km lange Wanderroute zwischen Villalba del Alcor und Paterna del Campo verbindet Natur und historisches Erbe. Die Route durch das Waldgebiet La Pata del Caballo beginnt in der Campiña de Tejada bei Paterna, führt durch Olivenhaine und über Forstwege zu Aussichtspunkten bei der Casa de los Carneros und dem Torre del Cejo. Die Wanderroute von der Aldea de Tujena zu den alten Kalköfen beginnt in Tujena und führt zu historischen Kalköfen in der umliegenden Serranía; dafür ist die Begleitung durch eine ortskundige Person erforderlich. Die Öfen stehen im Zusammenhang mit der Herstellung von Branntkalk und Mörtel, die Teil einer über den gesamten Mittelmeerraum verbreiteten jahrtausendealten Handwerkstradition war. Die Vía Verde río Tinto verläuft auf der aufgegebenen ehemaligen Eisenbahnstrecke zwischen Huelva und den Minen von Río Tinto. Die Ruta Algarviana verläuft in Ost-West-Richtung durch Paterna del Campo und gehört zu einer Strecke, die unter anderem Sevilla und Huelva umfasst.
Weitere Reiseziele
Weitere Reiseziele: La Palma Del Condado, Las Delgadas, Moguer, Fuenteheridos, Alájar, Niebla, Lepe und Palos De La Frontera.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Huelva.