Moraleda de Zafayona: Geschichte, Wege und Feste
File:Moraleda de Zafayona - Biblioteca Pública Municipal.jpg
Foto: Peejayem via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Moraleda de Zafayona zeigt seine historische Tiefe am Cerro de la Mora: Die archäologische Fundstätte Cerro de la Mora ist als Bien de Interés Cultural in der Kategorie einer archäologischen Zone geschützt. Ihre ununterbrochene Besiedlung reicht vom 15. Jahrhundert v. Chr. bis ins 2. oder 3. Jahrhundert n. Chr.; danach wurde der Ort bis ins Mittelalter sporadisch als Bestattungs- und Siedlungsplatz genutzt.
Weitere Ziele in Andalusien sind La Ermita, Albuñol, Güevéjar, Cuevas Del Campo, Cúllar Vega, Bácor, La Calahorra und Santa Fé.
Geschichte
Im historischen Ortskern liegt die Pfarrkirche Nuestra Señora de las Angustias, das wichtigste religiöse Baudenkmal der Gemeinde. Ihre erste Bauphase datiert ins 19. Jahrhundert. Das schlichte Gebäude besitzt zwei Schiffe. Nahe der Kirche befindet sich El Caño, ein historischer Ort mit einem Brunnen mit drei Ausläufen, einem Teil der Mauer, die die Quelle einst verschloss, sowie Teilen der früheren Tiertränken.
Vom Platz bei El Caño blickt man auf die Depression des Río Cacín und weitläufige Olivenfelder. Eine weitere sichtbare Spur der jüngeren Geschichte ist die Brücke über den Río Cacín, die 1933 fertiggestellt wurde. Kirche, Wasserstelle, Brücke und die archäologische Fundstätte liegen dabei nicht in derselben Zeit: Sie reichen von der prähistorischen und antiken Besiedlung über mittelalterliche Nutzungen bis zu Bauwerken des 19. und 20. Jahrhunderts.
Wege und Landschaft
Die Ruta de Washington Irving erreicht Moraleda de Zafayona nach einem acht Kilometer langen Abschnitt auf der Autobahn A-92 und macht dort Halt für einen Besuch des Cerro de la Mora. Ein Abschnitt dieser Route bei Moraleda de Zafayona verläuft über eine asphaltierte Straße mit Blick auf den Río Genil. Die Ruta de los Yacimientos kann zu Fuß begangen werden und führt zum Besuch des Cerro de la Mora.
Weitere Wege setzen eigene historische Themen: Die Ruta de las Cuevas vermittelt Einblicke in das frühere Höhlenviertel von Moraleda de Zafayona. Bei der Ruta de Zafayona dient das Wasser als thematischer Wegweiser.
Feste und Bräuche
Die Fiestas Patronales de la Virgen de las Angustias gingen ursprünglich aus einem Viehmarkt hervor. Sie finden an dem Wochenende statt, das dem 21. am nächsten liegt, dauern drei Tage und umfassen Festzelte sowie Tanzveranstaltungen. Die Candelaria wird am 2. Februar mit Feuern und Tänzen um die Feuer gefeiert. Dazu werden in Moraleda de Zafayona üblicherweise durchwachsener Speck, salzige Brotkringel mit frischen dicken Bohnen und Wein verzehrt.
Die Romería de San Marcos wird am 25. April im Umland beziehungsweise auf dem Land gefeiert. Zu ihrer Tradition gehört ein rundes, um ein gekochtes Hühnerei gebackenes Brötchen; anschließend werden die Eier spielerisch nach Freunden und Verwandten geworfen. Bei den Fiestas de Agosto handelt es sich um ein Fest am ersten Augustwochenende. Bis vor etwa zwei Jahrzehnten wurden diese Feiern im September als La Función bezeichnet und umfassten eine religiöse Zeremonie sowie eine Prozession zu Ehren der Virgen de las Angustias.
Imkerei
Am 23. und 24. Mai 2026 findet im Centro Apícola Moraleda ein praktischer Imkereikurs zu Bienen, Völkern und Bienenstockprodukten statt. Der Kurs umfasst eine Honigverkostung mit theoretischer und praktischer sensorischer Analyse sowie die Kontrolle von Bienenstöcken. Für die Übungen werden Schutzkleidung und die erforderliche Ausrüstung bereitgestellt.
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