Purullena: Höhlen, Geschichte und Wege
Höhlen und Handwerk
Wenn Sie in Purullena Höhlenkultur kennenlernen möchten, finden Sie dort die Cueva-Museo La Inmaculada. Das Museum ist in die Erde gehauen. Zu ihm gehört eine ethnografische Ausstellung. Heute leben in Purullena weiterhin viele Familien in Höhlenhäusern. Diese gelten als bioklimatische Wohnhäuser und verbinden Tradition und Moderne. Eine im Bau befindliche Höhle gehört zur Cueva-Museo La Inmaculada. Auf Wunsch können Besucher dort selbst ausprobieren, wie eine Höhle ausgehauen wird. Die höchstgelegene Höhle der Cueva-Museo La Inmaculada bietet einen Aussichtspunkt. Von diesem Aussichtspunkt reicht der Blick auf die übrigen Höhlenhäuser von Purullena. Zum Blickfeld gehören außerdem das Valle de Alhama-Fardes und die Sierra Nevada.
Die Höhlenkultur zeigt sich damit sowohl in einem Museum als auch im weiterhin bewohnten Umfeld. Die Cueva-Museo La Inmaculada verbindet den in die Erde gehauenen Museumsraum mit einer ethnografischen Ausstellung, einer im Bau befindlichen Höhle und einem Aussichtspunkt in der höchstgelegenen Höhle. Bei den Cuevas de Almagruz stehen dagegen künstlich angelegte Höhlen mit mittelalterlichen Überresten im Mittelpunkt.
Wer neben den bewohnten Höhlen auch künstlich angelegte Anlagen mit mittelalterlichen Überresten kennenlernen möchte, findet in Purullena die Cuevas de Almagruz. Zum Töpferhandwerk von Purullena gehört Keramik. Die Keramik wird mit Kobaltblau dekoriert. Dabei kommt polychrome Lüstertechnik zum Einsatz.
Geschichte und Bauzeugnisse
Im Gemeindegebiet von Purullena liegt Cuesta del Negro, eine bronzezeitliche Siedlung. Die argarische Phase von Cuesta del Negro ist radiokarbondatiert. Der Zeitraum reicht von 1850 bis 1600 v. Chr. Der Verteidigungsbereich von Cuesta del Negro umfasst ein Fort. Dieses Fort wurde auf einem 1.010 m hohen Hügel errichtet. Zum Verteidigungsbereich gehört außerdem eine Mauer aus Mauerwerk. Die Pfarrkirche San Martín wurde im 16. Jahrhundert erbaut. Sie bewahrt eine Kassettendecke im Mudéjar-Stil.
Die archäologischen und kirchlichen Zeugnisse gehören unterschiedlichen Epochen an. Cuesta del Negro steht mit seiner argarischen Phase für den Zeitraum von 1850 bis 1600 v. Chr.; San Martín stammt aus dem 16. Jahrhundert. Im Gemeindegebiet treffen so eine bronzezeitliche Siedlung mit Fort und Mauer sowie ein späterer Kirchenbau mit Mudéjar-Kassettendecke aufeinander.
Wege durch die Landschaft
Wenn Sie Purullena über den Camino Mozárabe de Granada erreichen möchten, führt der erste Abschnitt von Guadix nach Purullena. Dieser Abschnitt ist 7,5 km lang. Er weist einen Anstieg und Abstieg von 100 m auf. Die dritte Etappe des Camino Mozárabe de Granada führt von Guadix nach La Peza. Auf ihrem Verlauf führt sie über den Weg Raya Hita nach Purullena. Der Abschnitt des Camino Mozárabe de Granada nach Purullena führt durch eine Landschaft mit Cárcavas. Außerdem verläuft er durch eine Schlucht.
Der Camino verbindet dabei die Ankunft aus Richtung Guadix mit dem weiteren Verlauf nach La Peza. Die Strecke über Raya Hita führt nach Purullena, während die Landschaft des Abschnitts von Cárcavas und einer Schlucht geprägt ist. Die angegebene Weglänge von 7,5 km und der kombinierte Anstieg und Abstieg von 100 m beziehen sich auf den ersten Abschnitt von Guadix nach Purullena.
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