Cástaras: Historisches Erbe und Wege der Alpujarra
Historisches Cástaras zwischen Kirche und Wasserwegen
Cástaras zeigt seine Geschichte an mehreren markanten Orten. Die Torre e Iglesia de Cástaras ist in das geschützte historische Ensemble La Alpujarra Media Granadina y La Tahá aufgenommen. Die Iglesia de Cástaras ist zugleich ein Beispiel für religiöse Mudéjar-Architektur aus dem späten 17. Jahrhundert. Einen eigenständigen baulichen Akzent setzt die Ermita de la Virgen de Fátima de Cástaras, die in Kalkstein ausgehöhlt ist. Im Barrio Alto befindet sich außerdem das Lavadero del Barrio Alto: ein rechteckiges Waschbecken mit zwei Reihen von Waschtrögen. Die Minas de Mancilla in Cástaras sind als patrimonialer Bereich innerhalb des geschützten historischen Ensembles ausgewiesen.
Historische Spuren am Wasser
Zum Komplex der Baños del Piojo gehören ein Cortijo mit zwei Stockwerken, eine Ölmühle und ein Ofen. Die Baños del Piojo sind materielle Zeugnisse eines historischen Bädernetzes, das mit frühmittelalterlichen Lebensweisen verbunden ist, bei denen die örtlichen Gewässer und ihre Eigenschaften genutzt wurden. Auch die Acequia de Cástaras besitzt einen festen Platz in diesem kulturellen Zusammenhang: Sie ist innerhalb des geschützten historischen Ensembles als Kulturerbe-Bereich 11 ausgewiesen.
Mittelalterliche Wege rund um Cástaras
Die Ruta Medieval ist ein Wanderweg, dessen Verlauf in den Aufmaßbüchern des 16. Jahrhunderts dokumentiert ist. Über den mittelalterlichen Camino Real de Cástaras a Trevélez erreicht die Ruta Medieval das Barrio Alto von Cástaras. Ihr Abschnitt 2 ist eine 4,2 Kilometer lange lineare Route mit einer angegebenen Dauer von 1 Stunde und 45 Minuten. Eine weitere Verbindung bildet der Caminillo Viejo: Er beginnt im Barrio Medio von Cástaras und verbindet Cástaras mit Nieles. Entlang dieses Weges bieten sich Ausblicke auf die Sierra Contraviesa.
Wasser, Schluchten und Baumhaine
Die Route Cástaras–Lobras bietet einen kurzen Abstecher zu den Resten des Acueducto de los Arcos, eines Kulturguts von besonderem Interesse. Ein Spaziergang entlang der Acequia Real de Cástaras führt durch den Barranco de los Castaños mit einem jahrhundertealten Kastanienhain und einem Wasserfall. Die Route verläuft außerdem durch Kiefern-, Kastanien- und Steineichenbestände.
Bezeichnungen der Landschaft
Der Barranco del Gayumbar trägt nahe dem Ort auch den Namen Barranco de los Menores; in der amtlichen Kartografie erscheint er außerdem als Barranco de la Fuente Medina oder Solís. Unterhalb der Fuente Caliente mündet er in den Barranco de la Alberquilla und bildet mit ihm die Rambla de Cástaras.
Regionale Küche und weitere Wege
Zur Gastronomie von Cástaras gehören Wurstwaren, insbesondere Jamón, Chorizo, Morcilla und Salchichón. Ajo cabañil und Remojón gehören zu den typischen Gerichten der Region. Die Senda de la Alpujarra GR-142 verbindet Ortschaften und führt über Nieles.
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