Cenes de la Vega: Goldwege und Sierra Nevada
Kultur und Geschichte
Cenes de la Vega ist Teil der Ruta de Münzer. Unter der Bezeichnung Camino Real verband diese Route Almería über das Landesinnere mit Granada.
Vier Wanderwege führen in Cenes de la Vega durch die Geschichte des Goldabbaus am Río Genil. Auf diesen Wegen verbindet sich das Wandern mit dem Naturerlebnis. Die vier Rundwege von Los Caminos del Oro beginnen am ehemaligen Apeadero del Tranvía de la Sierra. Ihr Verlauf ist über Google My Maps und Wikiloc verfügbar; derzeit sind die Wege nicht physisch ausgeschildert.
Die Strecken gehören damit zu einem Wegenetz, dessen Ausgangspunkt mit einem früheren Haltepunkt der Sierra-Bahn verbunden ist. Die Bezeichnung Los Caminos del Oro verweist auf den Goldabbau am Río Genil, während der konkrete Startpunkt und die digitalen Streckenverläufe jeweils namentlich festgehalten sind.
Im Hoyo de la Campana befinden sich die größten und deutlichsten Überreste intensiver römischer Goldgewinnung im Tal des Río Genil.
Die Iglesia de la Virgen del Rosario ist eine Kirche aus dem 16. Jahrhundert. Ihre Dachkonstruktion ist Mudéjar, der Turm ist dreigliedrig. Die Kirche wurde über einer älteren, San Bartolomé gewidmeten Einsiedelei errichtet. Eine Schnitzfigur des Heiligen befindet sich im Inneren.
Landschaft
Die Fuente de la Pita liegt auf einer Insel im Flussbett des Río Genil. Der Sendero Granada-Cenes-Pinos Genil begrenzt die Fuente de la Pita. Als restauriertes Wasserbauwerk lädt sie zum Wandern und zur Erholung ein.
Ihre Umgebung ist ruhig und umfasst Wälder aus Kiefern, Kastanien, Walnussbäumen und Obstbäumen. Von der Fuente de la Pita bieten sich Ausblicke auf die Sierra Nevada. Am Ufer des Río Genil in Cenes de la Vega verläuft ein Weg, den täglich Spaziergänger und Radfahrer nutzen.
Damit stehen am Genil sowohl die Insel im Flussbett als auch der begrenzende Sendero und der täglich genutzte Uferweg in einem eng benannten Landschaftsraum. Die Gehölze der Umgebung reichen von Kiefern und Kastanien bis zu Walnuss- und Obstbäumen; zugleich bleibt der Blick auf die Sierra Nevada Teil des beschriebenen Umfelds.
Wasserbau
Für Ihre Planung ist der Canal de los Franceses mit etwa 16 km Länge nur ungefähr angegeben. Der Kanal verläuft durch das Tal des Río Aguas Blancas. Zu seinem Verlauf gehören Tunnel-, Siphon- und offene Abschnitte. Seine ungefähre Länge und die verschiedenen Bauformen beschreiben ein ausgedehntes Wasserbauwerk innerhalb dieses Tals.
Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Canal de los Franceses von einer französischen Gesellschaft angelegt. Er diente dazu, goldhaltige Sande des Cerro del Oro zu waschen.
Der Kanal verbindet in seiner beschriebenen Bauweise unterirdische und offene Passagen: Auf Tunnel folgen Siphon- oder offene Abschnitte, ohne dass sein Verlauf auf eine einzige Konstruktionsform reduziert wird. Die Angabe von etwa 16 km bleibt dabei ausdrücklich eine ungefähre Größenordnung. Sein Zweck lag in der Wäsche goldhaltiger Sande des Cerro del Oro.
Aktueller Status
Der Aquaola Parque Acuático wurde 2022 dauerhaft geschlossen.
Weitere Orte: Illora, Pinos Puente, Cijuela, Moraleda De Zafayona, Lojilla, Huéscar, Vélez de Benaudalla, La Taha.
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