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Añora zwischen Dehesa, Tradition und Radrouten

Unterkünfte in Añora

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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File:Camino Villaralto - Añora.jpg File:Camino Villaralto - Añora.jpg Foto: Plazadelcamino via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Architektur, Geschichte und Dehesa

Im Museo de Añora sehen Sie mehr als 740 Exponate zu Alltagsgeschichte, traditionellen Festen und archäologischer Vergangenheit. Die Puente de la Dehesa hat römische Ursprünge und wurde im 18. Jahrhundert wiederaufgebaut. Das Ortsbild prägen „fachadas de tiras“: weißer Kalkanstrich und Granitlinien zeichnen die Hausstruktur nach. Im Herzen steht die Parroquia de San Sebastián als repräsentatives Bauwerk des historischen und spirituellen Erbes. Die Ermita de la Virgen de la Peña stammt aus dem 18. Jahrhundert und steht am höchsten Punkt; die Ermita de San Pedro spiegelt mit Stein und traditionellen Materialien die volkstümliche Architektur von Los Pedroches wider.

Die Dehesa-Landschaft von Añora verbindet traditionelle Viehhaltung, darunter die Zucht Iberischer Schweine, mit Steineichen, portugiesischen Eichen, Zistrosen, Ginster, Lavendel und Rosmarin. In der Natur lassen sich Schwarzmilane, Bienenfresser, Meisen, Störche, Zwergohreulen, Igel, Hasen und Wildschweine beobachten. Zur traditionellen Steineichennutzung gehörte „picón“, sehr feine Holzkohle für Kohlebecken. Die Küche setzt auf Erzeugnisse vom Iberischen Schwein, Familiengartenprodukte und typisches Gebäck zu Festen. Von Córdoba führt die offizielle Anfahrt über die N-432 bis zur Abzweigung bei Espiel, die N-502 bis Alcaracejos, die A-420 bis zur Abzweigung nach Añora und anschließend über die CP-281 nach Añora.

Radrouten durch Añora

Fünf Radrouten sind vollständig mit dem Fahrrad befahrbar: Die Ruta de La Dehesa de la Vera ist 13,8 km lang und mittelschwer; die Ruta de Las Encinas Centenarias misst 6,5 km und ist leicht; die Ruta del Tejar de Santa Cruz ist 7,7 km lang und mittelschwer; die Ruta del Pozo de la Torre misst 7 km und ist leicht; die Ruta de La Losilla ist 7,7 km lang und mittelschwer.

Die Ruta de La Dehesa de la Vera beginnt etwa 100 Meter von der Ermita de la Virgen de la Peña entfernt. Nach dem Abzweig auf den Camino del Molino del Cubo führen ihre ersten Kilometer durch Berrocoso und Cucadero, vorbei an einer alten FEVE-Eisenbahnbrücke über den Guadarramilla. Von der Ruta de La Losilla aus liegt etwa 300 Meter hinter der Kreuzung mit dem Camino de Dos Torres ein kurzer Abstecher zu den archäologischen Überresten von La Losilla; als Abschluss bietet sich das rehabilitierte Tejar de Abajo an. Die Ruta del Tejar de Santa Cruz führt an einer alten Ziegelei neben dem Bach vorbei, während die Ruta del Pozo de la Torre Ausblicke auf das Paraje del Torrequillo bietet, das mit dem Sammeln von wildem Spargel verbunden ist.

Feste, Ausblicke und Naturbeobachtung

La Candelaria wird am 2. Februar mit großen Freudenfeuern gefeiert; Kinder und Jugendliche sammeln dafür über mehrere Tage Holz. Am Ostermontag, örtlich Día de los Hornazos genannt, gehören ein Picknick im Grünen und typisches süßes Gebäck mit gekochtem Ei dazu. San Martín wird am 11. November mit einem Abendessen unter Freunden und Streichen mit gachas gefeiert. Am ersten Maiwochenende öffnet Añora seine Straßen, Innenhöfe und Wohnhäuser, um eine alte gemeinschaftliche Tradition zu zeigen. Dazu gehören äußere Kreuze in Straßen, auf Plätzen und in Innenhöfen sowie innere Kreuze in Häusern, die zu diesem Anlass für die Öffentlichkeit geöffnet werden. Tagsüber lässt sich Añora dabei wie ein Freilichtmuseum erkunden, abends gibt es traditionelle Musik und gemeinsam geteilte typische Speisen.

Etwa 6 km von Añora entfernt liegt der Parque San Martín auf dem Cerro del Cuerno auf 704 m Höhe; er dient als natürlicher Aussichtspunkt über große Teile der Comarca Los Pedroches. Eine Route startet am Paraje San Martín und bietet von einem Aussichtspunkt neben der Ermita de San Martín weite Ausblicke auf die Umgebung. Beim Añora Bikend treffen sich dort Ende Oktober oder Anfang November mehr als 200 Radfahrerpaare zu einer Radsportveranstaltung. Die jährlich stattfindenden Jornadas Ornitológicas in der Comarca Los Pedroches bieten Beobachtungsrouten zur Bestimmung verschiedener Vogelarten in ihrem natürlichen Lebensraum, unter anderem im Parque San Martín oder in nahegelegenen ökologisch wertvollen Gebieten, sowie Vorführungen wissenschaftlicher Beringung.

Weitere Ziele lassen sich hier anschließen: Carcabuey, El Cerezo, Zuheros, Hornachuelos, Bujalance, Adamuz, Peñarroya-Pueblonuevo, Iznajar.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Cordoba.

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