Peñarroya-Pueblonuevo: Industriekultur, Geologie und Wege
Unterkünfte in Peñarroya-Pueblonuevo
File:Peñarroya Pueblonuevo, Andalusia, 22 July 2016.JPG
Foto: Kolforn via Wikimedia Commons, CC BY 3.0
Industriekultur als prägendes Thema
In Peñarroya-Pueblonuevo verbindet sich die Geschichte des Bergbaus mit markanten Bauwerken, Museen und Wegen durch die Landschaft. Das Antiguo Cerco Industrial de Peñarroya-Pueblonuevo ist als Kulturgut von besonderem Interesse (Bien de Interés Cultural) in der Kategorie „Lugar de Interés Industrial“ geschützt. Im Cerco Industrial stehen noch 13 Schornsteine. Die Anlage ist mit der Blei- und Kohleförderung verbunden und gilt als eines der besten Zeugnisse der andalusischen Bergbauindustrie des 19. und 20. Jahrhunderts.
Seit dem 19. Jahrhundert sind die Entwicklung von Peñarroya-Pueblonuevo sowie die Veränderung seiner Landschaft und seines sozialen Lebens mit dem Kohlebergbau und der Eisenbahn verbunden. Bei der Besichtigung des industriellen Erbes wird das Barrio Francés besucht; ebenso gehört das Almacén Central zu diesem Besichtigungsprogramm. Das Barrio Francés bestand früher aus Häusern für Direktoren der S.M.M.P. Viele der heutigen Außenfassaden haben dort ihren ursprünglichen Stil bewahrt.
Gebäude, Museum und erhaltene Technik
Auch einzelne Gebäude erzählen von unterschiedlichen Seiten des Ortes. Die Iglesia de Santa Bárbara besitzt ein höheres Mittelschiff mit Tonnengewölbe und zwei niedrigere Seitenschiffe. Außerdem befindet sich dort ein Retabel aus dem 18. Jahrhundert, das aus der Kirche Sagrario der Mezquita-Catedral de Córdoba stammt.
Das Museo Geológico-Minero befindet sich in La Yutera, die von Eiffel entworfen wurde. Im Museum wird die geologische Geschichte der Stadt präsentiert, ergänzt durch eine große Vielfalt an Gesteinen und Mineralien sowie die Werkzeuge, die zu ihrer Gewinnung verwendet wurden. Bei Museumsbesuchen können außerdem originale Schweizer Maschinen aus dem Haus Daverio besichtigt werden. Das Museo Geológico-Minero bietet jährlich ein umfangreiches Programm mit Vorträgen, pädagogischen Workshops, Führungen und geologischen Exkursionen an.
An der Basis des erhaltenen Hauptschacht-Förderturms befinden sich ein Aussichtspunkt und ein wiederhergestellter Maschinenraum. Zusätzlich wurde ein hölzerner Förderturm rekonstruiert. So liegen im industriellen Erbe von Peñarroya-Pueblonuevo historische Architektur, technische Zeugnisse und museale Vermittlung eng beieinander.
Routen zwischen Geologie und Landschaft
Für Tage im Freien bietet die Route „Ruta Geodiversidad de Peñarroya-Pueblonuevo y Belmez“ einen thematischen Zugang zu den Landschaften, der Flora und Fauna, der Geologie, Mineralogie und den Fossilien sowie zum bergbaulichen Erbe der Region. Der Aufstieg zum Peñón bietet weite Ausblicke auf das Guadiato-Tal und Peñarroya-Pueblonuevo.
Die Vía Verde verbindet das Barrio Francés mit dem Ortskern von Pueblonuevo und führt an bedeutenden Elementen des industriellen Erbes vorbei. Wer eine klar beschriebene Strecke mit dem Fahrrad einplanen möchte, kann die lineare Route von Peñarroya nach Valsequillo berücksichtigen: Sie beginnt an der Iglesia de Nuestra Señora del Rosario, ist 14,90 Kilometer lang, als leicht eingestuft und zum Radfahren geeignet.
Ein weiterer besonderer Ort ist das Abrigo de la Virgen. Die dortigen schematischen Malereien können besichtigt werden; für den Zutritt zum Abrigo de la Virgen ist eine Genehmigung des Rathauses von Peñarroya-Pueblonuevo erforderlich.
Weitere Ziele zur Orientierung
Villaharta, La Jara, Fuente del Conde, Montilla, El Cerezo, Nueva Carteya, El Carpio und Zambra.
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