Almazora zwischen Millars-Mündung und Ortsgeschichte
Unterkünfte in Almazora
Almazora (Almassora) vereint Natur, Ortsgeschichte, Archäologie, Museen und Feste. Die Themen reichen von geschützten Landschaften und historischen Bauwerken bis zu Märkten, Prozessionen und wechselnden Ausstellungen.
Natur
Die geschützte Landschaft an der Mündung des Flusses Millars wurde 2011 ausgewiesen. Zu ihr gehören eine ZEPA-Vogelschutzzone, ein LIC-Gebiet sowie Feuchtgebiete, die im regionalen Feuchtgebietekatalog verzeichnet sind. Die Landschaft erstreckt sich über Almassora, Vila-real und Burriana und umfasst eine 14 Kilometer lange Flussmündungslandschaft. Möglichkeiten zur Vogelbeobachtung und zum Wandern gibt es unter anderem bei Les Goles und auf der Senda del Botánico Calduch.
Am Ufer des Flusses Mijares liegt die Ermita de Santa Quiteria in Almassora als naturnaher Ort. Die Senda Verde verbindet Santa Quitèria mit dem Strand von Almassora und ist als Fuß- und Radweg zur Ermita de Santa Quitèria angelegt. Platja del Pla de la Torre ist auf der touristischen Karte der Gemeinde als einer der Strände von Almassora verzeichnet.
Geschichte und Museen
Die Altstadt von Almassora ist eine christliche Siedlung aus dem 13. Jahrhundert. Von der Mauer La Murà sind Abschnitte aus dem 14. und 15. Jahrhundert erhalten. Auf der Plaza Mayor stehen mittelalterliche Bögen aus dem 14. Jahrhundert; an ihnen fand einst der städtische Markt statt. Mauerreste und Bögen bewahren damit unterschiedliche Kapitel der mittelalterlichen Ortsgeschichte.
Die Überreste der Burg von Almassora sind Ruinen muslimischen Ursprungs auf einem strategisch gelegenen Vorsprung am Fluss Mijares; ein Teil ihrer Struktur ist noch erkennbar. Am Standort der Burg wurden außerdem Überreste aus der Bronzezeit und der Eisenzeit sowie Spuren iberischer Bewohner gefunden.
Das Museo Municipal de Almassora vermittelt anhand von mehr als 100 Objekten die Geschichte der prähistorischen Siedlung Torrelló de Boverot und ihrer Nekropole. Die Objekte datieren vom 8. Jahrhundert v. Chr. bis zum 1. Jahrhundert n. Außerdem erklärt das Museum die antiken Bestattungsbräuche sowie die Grabbeigaben, die bei der Einäscherung verwendet wurden.
Ein anderes Kapitel eröffnet das Museu del Joguet d’Almassora. Es wurde am 22. Dezember 2010 ins Leben gerufen und zeigt in jährlich wechselnden Ausstellungen rund 1.100 Spielzeuge aus der historischen Sammlung der Familien Arenós und Agut. Die Sammlung des Museu del Joguet gliedert sich in fünf Zeitabschnitte von 1890 bis 1999: frühe Spielzeuge, Pappe und Blech, die kriegsbedingte Unterbrechung, Kunststoff und Fernsehen sowie die Bewegung Didó.
Zur Baugeschichte gehört die Iglesia Parroquial de la Natividad de Nuestra Señora. Die Pfarrkirche ist ein barock-neoklassizistischer Bau aus den Jahren 1685–1691 und 1864 sowie ein Denkmal von lokalem Interesse.
Feste und Märkte
Die Fiestas de Santa Quiteria finden im Mai statt und sind als Fest von provinzialem touristischem Interesse anerkannt. Der Haupttag ist der 22. Mai mit 22 Kesseln Reis mit Huhn; anschließend folgt eine Prozession von der Ermita de Santa Quiteria nach Almassora. Die Festes del Roser werden am ersten Sonntag im Oktober gefeiert und umfassen ein gemeinsames Pa-i-porta-Abendessen.
Zum örtlichen Kalender gehören außerdem die nichtständigen Märkte von Almassora. Sie finden dienstags und freitags statt und umfassen ungefähr 87 Stände, darunter auch Stände mit Lebensmitteln.
Weitere Orte im selben übergeordneten Gebiet sind Les Coves De Vinromà, Villafranca Del Cid, Vall De Almonacid, La Pobla Tornesa, Villarreal, Villanueva de Viver, Ayódar und Assuévar.
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