Archäologische Spuren am Montgó
In La Xara stehen archäologische, bauliche und landschaftliche Themen im Vordergrund. Die archäologische Fundstätte L'Alt de Benimaquia gehört zur archaischen und voll entwickelten iberischen Zeit und liegt am nordwestlichen Rand des Montgó. Der Berg Benimaquia liegt an der Westflanke des Montgó-Massivs. Die beiden Fakten verorten La Xara zugleich historisch und geografisch.
Die Siedlung L'Alt de Benimaquia war durch eine 100 Meter lange Mauer mit sechs angesetzten Türmen befestigt. Bei L'Alt de Benimaquia wurden außerdem eine Anlage zur Weinproduktion sowie einheimische Amphoren identifiziert, die zeitgenössische phönizische Typen nachahmen. Mauer, Türme, Weinproduktionsanlage und Amphoren geben dem Fundort ein konkretes Profil.
Kirche, Schule und kommunale Bauten
Die Església de Sant Mateu gilt als erste öffentliche Konstruktion von La Xara. Ihr Bau begann 1877 und wurde 1881 abgeschlossen. Die Kirche hat einen rechteckigen Grundriss, drei Schiffe und Rundbögen aus Quadern aus Toskastein. Der Komplex der Kirche La Iglesia wurde 1902 mit dem Bau des Pfarrhauses vollendet. La Escuela wurde 1963 auf einem von den Einwohnern erworbenen Grundstück errichtet.
El rentador ist ein kommunales Gebäude mit einem einzigen Schiff und einer längs verlaufenden Bewässerungsrinne; heute ist es in eine Wohnanlage mit Fußgängerstraßen integriert.
Rundweg und Landschaft
Die Ruta dels Riuraus I führt durch La Xara. Der Rundweg ist drei Kilometer lang, kreisförmig und weist einen niedrigen Schwierigkeitsgrad sowie 13 Meter Höhenunterschied auf. Auf der Route ist der Riurau de Pinella mit seinen behauenen Pfeilern zu sehen. Mit drei Kilometern und nur 13 Metern Höhenunterschied lässt sich der Rundweg als kurzer Spaziergang einplanen. Die kreisförmige Streckenführung hält die Planung dabei auf einen überschaubaren Wegabschnitt in La Xara begrenzt.
Der Park J. B. Basset zeichnet sich durch Gartenkunst und einheimische Flora aus. Auf der Plaça del Garrofer steht ein Algarrobo. Der Baum ist 8,5 Meter hoch und schätzungsweise 300 bis 400 Jahre alt. Der Barranco del Regatxo, auch Morxama genannt, durchquert das Gebiet von La Xara. La Xara verfügt außerdem über eine Bahnstation zwischen dem Ort und dem Berg, die heute vom TRAM bedient wird.
Festtraditionen und Küche
Im Jahreslauf beginnen die Patronatsfeierlichkeiten von La Xara zu Ehren von San Roque und San Mateo am ersten Septemberwochenende. Die Feierlichkeiten sind zehntägig. Zu ihnen gehören Stierveranstaltungen auf der Straße, der Einsatz von Schießpulver, gemeinschaftliche Abendessen und musikalische Darbietungen. Bei Cruet de peix werden Kartoffeln, Zwiebeln, Tomaten, Fisch und Venusmuscheln in einer irdenen Backform zubereitet.