Sella: Wasserwege, Berglandschaft und Geschichte
Unterkünfte in Sella
Sella liegt am Südhang der Sierra Aitana und am Fuß der Penya de Sella. Ein besonders anschaulicher Weg durch die Landschaft ist die Ruta de l’Aigua (SL-CV 112), ein leichter Rundweg über 6,3 Kilometer mit einer ungefähren Gehzeit von 2 Stunden und 45 Minuten. Die Route führt von Quellen durch Sellas historisches Bewässerungssystem mit Kanälen und Becken, zwischen terrassierten Obstgärten, bis ins historische Zentrum und zur Plaça Major.
File:Hillside residential of Sella, la Marina Baixa, Alicante, Spain, 2024 January.jpg
Foto: Ximonic (Simo Räsänen) via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Weitere Ziele: Elda, Petrer, Benilloba, Arneva, Albatera, San Isidro, Parcent, Las Virtudes
Geografische Einordnung
Das Tal bei Sella wurde von den Flüssen Sella und Amadorio geformt. An den Hängen liegen von zahlreichen Quellen gespeiste Terrassenobstgärten, deren Ränder von Trockenmauern eingefasst sind. Am Wehr Salt treffen die Flüsse Arc und Sella zusammen. Wanderwege verlaufen entlang der Schluchten l’Arc und Xarquer-Castellets und ergänzen den Verlauf der Ruta de l’Aigua um weitere Landschaftsräume.
Natur
Die Wasserführung prägt auch die Geschichte der Nutzung. In Sella wurden historische hydraulische Getreidemühlen eingerichtet, um die Wasserkraft zur Verarbeitung von Getreide und zur Versorgung der Bevölkerung zu nutzen. An der Font de l’Arc liegen Felsmalereien, die zwischen 4.000 und 6.000 Jahre alt sind. Die Verbindung von Quellen, Kanälen, Becken, Schluchten und landwirtschaftlich genutzten Terrassen bleibt dabei eng mit den konkreten Landschaftsformen des Tals verbunden.
Geschichte
Das Castell de Sella ist eine Burg almohadischen Ursprungs; erhalten ist ein Abschnitt der Lehmstampfmauer aus dem 12. Jahrhundert. Der Komplex aus Castell de Sella und Ermita de Santa Bàrbara ist als BIC eingestuft und als BRL katalogisiert. Das Torre i Palau de la Baronía wurde ab 1507 von den Baronen von Agres und Sella errichtet. Der Turm entstand zwischen 1530 und 1563, besitzt ein gotisches Portal und wurde im Erdgeschoss als Gefängnis genutzt.
Auch die Kirche Santa Anna gehört zur Ortsgeschichte: Ihr Baumeister war Jaume Congost, der in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts arbeitete. La Font war bis zum Bau der Straße im Jahr 1920 der wichtigste Zugang zum Ortszentrum von Sella. Bereits zu Beginn des 17. Jahrhunderts gab es dort die einzige Quelle des Ortes für die menschliche Wasserversorgung. Les Voltes war Teil des historischen Handelswegs Camí del Peix durch Sella; dort gab es Ställe und Herbergen für den historischen Durchgangsverkehr.
Eine weitere lokale Überlieferung ist El tresor del Diví, eine in mündlicher Überlieferung verwurzelte Legende aus Sella, die sich auf die Entdeckung eines Schatzes vor etwa 250 Jahren bezieht.
Aktivitäten
Im städtischen Sportzentrum Les Saleres befindet sich ein überdachtes Trinquet mit einer Größe von 35 × 9 Metern. Dort können mehrere Disziplinen der Pilota Valenciana ausgeübt werden. Wettkämpfe der Pilota Valenciana können in Sella jeden Sonntag besucht werden. Im Barranc de l’Arc kann das ganze Jahr über geklettert werden, während am Alt de Sella im Barranc de Tagarina Paragliding betrieben wird.
Für die Erholungszone Font Major galt eine Schließung bis auf Weiteres; dort war Zelten verboten.
Feste und Überlieferungen
Die Festes Patronals en honor a la Divina Aurora finden in Sella in der ersten Oktoberwoche statt. Zum Programm gehört eine im Morgengrauen von einer Rondalla begleitete Prozession. Jährlich zu Beginn des Sommers findet außerdem die Muestra de Productos y Cultura Mediterránea statt, eine Messe für Kunsthandwerk, Gastronomie und Volkskultur.
Die Festa de Santa Bárbara wird am 4. Dezember gefeiert und umfasst Raketen sowie eine Wallfahrt zur Ermita de Santa Bárbara.
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