Irurtzun: Wege, Schlucht und Kultur
Unterkünfte in Irurtzun
Irurtzun verbindet Wanderwege, Felslandschaften, Pilgertraditionen und Baugeschichte. Der Artadia PR NA-131 führt durch einen einheimischen Flaumeichenwald (Quercus humilis) und bietet Ausblicke auf Felswände und die örtliche Vogelwelt. Der Weg kann auch zu Pferd oder mit dem Mountainbike begangen beziehungsweise befahren werden. Sein Ausgangspunkt liegt im oberen Ortsteil von Irurtzun am ehemaligen Plazaola-Bahnhof.
Weitere Orte auf dieser Navarra-Seite sind Galar, Los Arcos, Fitero, Monteagudo, Torres Del Río, Sorlada, Artariáin und Saragüeta.
Landschaft
Der Aussichtspunkt Balcón de los Buitres eröffnet Blicke auf das Becken des Flusses Araquil, auf Dos Hermanas, Kolonien von Gänsegeiern, die Felsvogelwelt und einheimische Eichenwälder. Der Weg Balcón de los Buitres PR NA-132 beginnt auf dem Gelände des ehemaligen Plazaola-Bahnhofs in Irurtzun. In den Felsgebieten nahe dem Ort befindet sich außerdem eine bedeutende Kolonie von Gänsegeiern.
Die Biaizpe-Schlucht ist ein eindrucksvoller, vom Fluss Larraun in Kalkstein eingeschnittener Durchgang.
Wege
Eine ausgeschilderte Variante des GR-21 führt zur Kapelle Trinidad de Erga. Sie beginnt am selben Ausgangspunkt wie die Wege Balcón de los Buitres und Artadia. Der 45 Kilometer lange Camino de Sakana führt von Irurtzun nach Ziordia. Der heutige Abschnitt ist ausgeschildert und verfügt über Angebote für Übernachtungen, Verpflegung sowie für Anreise beziehungsweise Weiterfahrt.
Der Camino de Sakana ist mit einer älteren Pilgerroute verbunden, die vom 9. bis zum 11. Jahrhundert genutzt wurde. Auch der Plazaola-Radweg erschließt eine eigene Strecke: Seine dritte Etappe verläuft über 13,9 Kilometer vom Bahnhof Lekunberri nach Irurtzun. In Lekunberri, Irurtzun, Latasa und Leitza wurden auf insgesamt 12 Kilometern des Plazaola-Radwegs Maßnahmen zur Barrierefreiheit für Menschen mit Behinderungen umgesetzt.
Kultur und Geschichte
Die Kirche San Martín in Irurtzun wurde im letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts von dem Architekten Ansoleaga erbaut. Seit 1935 befindet sich dort eine gotische Marienstatue aus der Kapelle Trinidad de Erga. Das Kulturhaus von Irurtzun befindet sich in einer ehemaligen mittelalterlichen Pfarrkirche im romanischen Stil mit Übergang zur Gotik und bewahrt ein frühgotisches Steinportal aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts.
Zur älteren Bausubstanz gehört auch die alte Brücke über den Fluss Larraun. Sie besteht aus Quadersteinen und besitzt vier Rundbögen unterschiedlichen Stils. Religiöse Geschichte bleibt in Irurtzun zudem lebendig: Einwohner ziehen mit Kreuzen zu Fuß los, um ein Bild der Dreifaltigkeit zu verehren. Bei den Messen bildet dieses Bild den Mittelpunkt; es ist eine Kopie des gotischen Originals aus dem 14. Jahrhundert, das in der Pfarrkirche aufbewahrt wird.
Fluss und Alltag
Der durch Irurtzun verlaufende Abschnitt des Flusses Larraun ist als Forellengewässer eingestuft; dort kann Forellenfischerei betrieben werden. Zum lokalen Alltag gehört außerdem die traditionelle Almuerzo-Gewohnheit, die in Irurtzun weiterhin gepflegt wird. Seit 1992 feiert der Ort am 4. Februar, dem Vorabend dieses Festtags, das Fest Santa Agueda.
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