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Aizpún: Kirche, Fundstätte und Berglandschaft

Unterkünfte in Aizpún

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Aizpún liegt im Zentrum des Goñi-Tals und ist dessen Hauptort. Am Fuß der Sierra de Andía befindet sich der Ort in bergigem und unwegsamem Gelände am Udabe. Das Gebiet von Aizpún liegt auf einer Höhe zwischen 750 m und 1.200 m. Talhauptort, Gebirgsfuß und Höhenlage bestimmen gemeinsam den landschaftlichen Rahmen.

Kultur

Im Gebiet von Aizpún liegt die archäologische Fundstätte Cueva de Itxitxoa, die auch den Namen Cueva del Moro trägt. Archäologisches Material aus der Cueva del Moro beziehungsweise Cueva de Itxitxoa in Aizpún befindet sich im Museo de Navarra. Für Kulturinteressierte treffen in Aizpún archäologische Spuren an der Cueva de Itxitxoa und Kirchenbau an San Andrés zusammen. Die beiden Orte stehen dabei für unterschiedliche Seiten der Kulturgeschichte: hier die Fundstätte im Gebiet von Aizpún, dort der bis heute erhaltene Sakralbau im Ort.

Die Pfarrkirche San Andrés in Aizpún ist ein unversehrt erhaltenes, zu Beginn des 13. Jahrhunderts errichtetes Gebäude im protogotischen Stil. Sie besitzt ein kleines einschiffiges Langhaus und eine halbkreisförmige Apsis, die die romanische Tradition bewahrt. Das spitzbogige Portal hat drei Archivolten. An San Andrés verbinden sich damit Bauzeit, Stil und bewahrte romanische Form in einem klar gegliederten Kirchenbau. Langhaus, Apsis und Portal geben dem Gebäude eine präzise architektonische Gestalt, in der sich mehrere historische Formensprachen begegnen.

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In der Karwoche wurden in Aizpún zwei Tage lang Ratschen anstelle der Kirchenglocken gespielt. Traditionell wurde Weizen zum Mahlen gebracht; das Mehl erhielt der Bäcker, der dreimal pro Woche Brot backte. Auf kleinen Flächen wurden traditionell Weizen, Hafer, Gerste, Bockshornklee, Jirón, Bohnen und Erbsen angebaut. Weizen und Hafer wurden verkauft, die übrigen Erzeugnisse für das Vieh verwendet. Kirchlicher Brauch, Mühlenwirtschaft, Bäckerhandwerk und Anbau gehörten so zu den überlieferten Lebensbereichen Aizpúns. Der Wechsel von Ratschen, Getreideverarbeitung und kleinteiligem Anbau verbindet religiösen Kalender, tägliche Versorgung und landwirtschaftliche Arbeit.

Wege und Wasser

Der Abstieg durch den Barranco de Artazul umfasst kleinere Wasserfälle, Sprünge und Rutschen. Der letzte Abschnitt des Abstiegs weist einen spektakulären Abseilabschnitt auf. An der Cascada de Aizpún im Barranco de Artazul seilte sich in einem dokumentierten Fall ein Mann ab. Für Wander- und Naturinteressierte verbinden sich in Aizpún Barranco de Artazul und Cascada de Aizpún mit Wasser und Wegpassagen. Die Route zur Cascada de Aizpún beginnt etwa 200 m hinter Aizpún; im Dorf gibt es in Richtung Goñi etwa 200 m vom Ortsrand entfernt einen kleinen Parkplatz. Kurz nach dem Verlassen des Dorfes wird auf dieser Route ein kleiner Bach überquert; etwa 50 m später muss ein Viehgatter passiert werden. Wasser, Bewegung und einzelne Wegstellen prägen den Verlauf. Der Barranco, die Cascada und die genannten Wegmarken bilden dabei eine zusammenhängende Folge konkreter Landschaftselemente.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Goñi.

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