Milagro: Geschichte, Flusslandschaft und Kirschtradition
Unterkünfte in Milagro
Milagro liegt am rechten Ufer des Flusses Aragón, 1,5 Kilometer von dessen Zusammenfluss mit dem Ebro entfernt. In Milagro gibt es fruchtbares Bewässerungsland mit zahlreichen Gräben und Kanälen, die vom Ebro und vom Aragón gespeist werden.
File:Río Aragón a su paso por Milagro, Navarra, España, 2021-08-31, DD 49.jpg
Foto: Diego Delso via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Kirchen, Bauwerke und historische Spuren
Die Kirche Nuestra Señora de los Abades ist ein gotisch-renaissancistisches Bauwerk, das ab 1581 errichtet wurde. Sie besitzt einen monumentalen Hauptaltaraufsatz aus der Zeit von 1660 bis 1670; seine Skulpturen bewahren ihre ursprüngliche Polychromie. Die Basilika Nuestra Señora del Patrocinio ist seit der Mitte des 17. Jahrhunderts überliefert und gilt als außergewöhnliches Beispiel der navarresischen Barockarchitektur.
Die Casa de los Carrillo wurde 1684 im Auftrag des Feldmarschalls Don Joseph García de Salcedo errichtet. Die Atalaya de Milagro wurde 1098 als befestigter Wachposten errichtet. Die heute erhaltenen Reste der alten Burg liegen auf einem etwa 60 Meter hohen Steilhang über dem Fluss Aragón. Das restaurierte Umfeld der Burg von Milagro gilt als touristische Attraktion und verbindet aufbereitete Geschichte, Biodiversität und das historische Erbe des Ortes.
Religiöse Aufführungen und Feste
In Milagro umfasst die Darstellung der Passion, des Todes und der Auferstehung Christi sieben Schauplätze; 2021 erkannte die Regierung von Navarra sie als Asociación de Interés Cultural an. Mit der Darstellung der Passion Christi ist eine jährliche Aufführung am Gründonnerstag durch die Asociación Paso Viviente verbunden. Die Darstellung wird von der Asociación de Tambores y Bombos de Milagro begleitet, die zur Atmosphäre der Aufführung beiträgt.
Die Patronatsfeste von Milagro zu Ehren von San Blas dauern neun Tage und finden zwischen der letzten Augustwoche und der ersten Septemberwoche statt. Eine Cruz de Caravaca wurde in Milagro neben der historischen Ermita del Patrocinio als Wegmarke am Camino de la Vera Cruz aufgestellt.
Wege durch Felder, Weinberge und Flusslandschaft
Die Etappe 19 von San Adrián nach Milagro erreicht Milagro über die Cañada Real, zwischen landwirtschaftlich genutzten Feldern und parallel zu einer Bewässerungsrinne. Der Wanderweg La Peña de Milagro beginnt neben der Pfarrkirche und führt an den Ruinen der Burg von Milagro, einem aufgeforsteten Kiefernwald, Feldern und Weinbergen vorbei. Der markierte Wanderweg ist 3,7 Kilometer lang, weist 100 Meter kumulierten Höhenunterschied auf und verläuft als einfache Rundstrecke.
Im Fluss Aragón bei Milagro kommen unter anderem Barben, Karpfen, Katzenwelse, Ukeleien und Hechte vor.
Weitere Orte: Arantza, Oiz, Urdiain, Barillas, Urroz, Espronceda, Castejón, Genevilla.
Kirschkultur in Milagro
Die Fiesta de la Cereza de Milagro findet jedes Jahr etwa am zweiten oder dritten Juniwochenende statt. Zu ihrem Programm gehören Dessertwettbewerbe, eine Kunsthandwerksmesse und eine Verkostung der Kirschen. Die Kirschen von Milagro werden zum Schutz des Produkts von Hand und bei optimalem Reifegrad geerntet.
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