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Lumbier: Schlucht, Irati und Geschichte in Navarra

Unterkünfte in Lumbier

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Lumbier zwischen Schlucht und Geschichte

Lumbier in Navarra verbindet eine markante Schlucht am Irati mit historischen Bauwerken, religiösen Traditionen und Wegen durch die Landschaft. Die Foz de Lumbier ist eine 1.300 Meter lange, schmale Schlucht mit senkrechten Wänden von bis zu 150 Metern Höhe. Gemeinsam mit der Sierra de Leire und der Foz de Arbayún erhielt sie 1987 die Bezeichnung Naturschutzgebiet. Der Ort lässt sich dadurch über Natur, Bewegung und Geschichte erschließen.

Wege durch den Naturraum

Die Route durch die Foz de Lumbier beginnt 1,5 Kilometer von Lumbier entfernt am Área de Acogida e Información mit einem kostenpflichtigen Parkplatz. Die Schlucht kann zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit einem Kinderwagen oder im Rollstuhl durchquert werden. Auf dem Irati kann man das Umfeld der Foz de Lumbier mit einem Schlauchboot kennenlernen. Für die Orientierung vor Ort stehen damit eine klar beschriebene Route und mehrere Fortbewegungsformen nebeneinander.

Die Vía Verde del Irati verläuft auf der ehemaligen Trasse der elektrischen Eisenbahn zwischen Pamplona und Sangüesa. Der ebene Weg führt auf etwas mehr als 6 Kilometern am Fluss entlang und durchquert zwei in den Fels gehauene Tunnel. So steht neben der Schluchtquerung ein Weg, dessen Verlauf von einer früheren Bahntrasse und dem Fluss geprägt ist. Die Felswände, der Flusslauf und die ehemalige Bahntrasse geben den Ausflügen jeweils einen eigenen Rahmen.

Bauwerke und Spuren der Vergangenheit

Lumbiers Casa Consistorial ist ein Renaissancebau aus dem späten 15. Jahrhundert und gilt als ältestes Rathaus von Navarra. In der Pfarrkirche befindet sich ein barockes Hauptretabel, das als Kulturgut von besonderem Interesse geschützt ist; es umfasst Reliefs aus dem 16. Jahrhundert und eine Renaissance-Darstellung der Jungfrau Maria. Neben dem Kloster in Lumbier befinden sich römische Überreste, darunter ein Mosaik aus dem 2. Jahrhundert, das heute an der Fassade angebracht ist; außerdem sind mittelalterliche Mauerreste sichtbar.

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Die mittelalterliche Brücke in Lumbier diente Pilgern auf dem Weg zur Ermita de la Trinidad und war im Oktober 1875 Schauplatz der Schlacht von La Trinidad im Dritten Karlistenkrieg. Ebenfalls in Lumbier steht ein barocker Palast aus dem 18. Jahrhundert mit einem Rokoko-Wappen aus Alabaster. Naturraum und Ortsgeschichte begegnen sich hier in unterschiedlichen Formen: auf Wegen, an Bauwerken und in sichtbaren Spuren mehrerer Epochen.

Wallfahrt, Feste und Vermittlung

Die Wallfahrt La Trinidad findet am Sonntag nach Pfingsten statt und führt zur Ermita de la Santísima Trinidad, die auf einem Bergrücken der Sierra de Leyre oder Errando auf 740 Metern Höhe liegt. Lumbiers Patronatsfeste beginnen am 30. August und umfassen traditionelle öffentliche Feiern wie die Comparsa de Gigantes y Cabezudos, Stierläufe und Pelota-Spiele. Im Ortszentrum befindet sich das Centro de Interpretación de las Foces im Gebäude der ehemaligen Schulen. Das Zentrum organisiert Vorträge, Ausstellungen und interpretative Ausflüge in der Umgebung.

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Weitere Reiseziele

Weitere Reiseziele: Saragüeta, Tiebas-Muruarte de Reta, Añorbe, Cadreita, Donamaria, Tirapu, Arróniz und Burlada.

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