Irurozqui: Barockkirche, Steinhäuser und Route durch das obere Urraúl
Unterkünfte in Irurozqui
Steinhäuser und regionale Bauformen
Wer Irurozqui über regionale Bauformen kennenlernen möchte, kann bei den Steinhäusern ansetzen. Irurozqui weist eine Anordnung von Steinhäusern auf, die der Pyrenäenarchitektur des Bergraums zugeordnet wird. Stein und Bergraum prägen damit die architektonische Lesart des Ortes.
File:Casa consistorial de Urraúl Alto (Irurozqui, Navarra) 01.jpg
Foto: Jialxv via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
San Adrián Mártir und barocke Details
Die Kirche San Adrián Mártir in Irurozqui ist ein steinerner Barockbau aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Sie besitzt ein einschiffiges Langhaus und einen quadratischen Glockenturm am Fuß des Gebäudes. Im selben Bau befindet sich ein polychromer Hauptaltar im spätbarocken Stil aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Mit Langhaus, Turm und Altar vereint die Kirche mehrere klar unterscheidbare Bauelemente in einem Sakralbau.
Portale, Hausdetails und Mühlengeschichte
Am Haus Goñi in Irurozqui befindet sich ein Rundbogensturz mit einer Verzierung am mittleren Keilstein. Ein Gebäude mit zwei Türmen besitzt ein Portal mit Rundbogen, einem Wappen und einer steinernen Rahmung als Regenschutz. Die frühere Mühle von Irurozqui wurde Mitte des 20. Jahrhunderts in ein Elektrizitätswerk umgewandelt. Für den Turbinenbetrieb wurden ihr Wehr und ihre Wasserleitung weitergenutzt. So stehen am Ort religiöses Bauen, ein repräsentatives Portal und die Umwandlung einer Mühle in ein Elektrizitätswerk nebeneinander.
Überlieferte Praxis an der Pfarrkirche
Zur Ortskultur gehört eine Gewittersegen-Brauchpraxis, die in Irurozqui von Santa Cruz de Mayo bis Santa Cruz de Septiembre als überliefert gilt. Die Segnung findet sonntags vor der Messe im Portal der Pfarrkirche San Adrián Mártir statt. Der Brauch verbindet damit einen klar begrenzten Zeitraum mit einem festen Platz am Kirchenportal.
Route durch das obere Urraúl
Eine Route durch das obere Urraúl beginnt in Irurozqui und endet wieder in Irurozqui. Nach 2,85 km erreicht sie die aufgegebene Siedlung Aizkurgi. Die reine Bewegungszeit der Route beträgt drei Stunden. Über die Straße zwischen Epároz und Irurozqui lässt sich die Strecke in zwei kürzere Abschnitte teilen. Für die persönliche Planung können Sie die reine Bewegungszeit von den eigenen Aufenthaltsphasen an den Wegpunkten trennen. Die Strecke lässt sich dadurch als zusammenhängender Verlauf oder in kürzeren Abschnitten lesen, ohne ihren Bezug zu Irurozqui zu verlieren.
Die dreibogige Brücke über den Areta
Die dreibogige Brücke in Irurozqui überquert den Fluss Areta und verbindet beide Ufer. Sie ermöglicht den Zugang zu Eguillor, Aizcurgui und weiteren Flächen am linken Flussufer. Die Brücke ist renoviert und in Gebrauch. Mit ihren drei Bögen bildet sie ein konkretes Bauwerk am Fluss und zugleich eine Verbindung zu den genannten Zielen am linken Ufer.
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