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Garde: Kultur, Wald und die Kapelle Unserer Lieben Frau von Zuberoa

Unterkünfte in Garde

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Waldreiche Landschaft und ein markanter Rundweg

Garde verbindet eine waldreiche Landschaft mit bemerkenswerter sakraler Kunst. Eine mit Garde verbundene Route führt zur Kapelle Unserer Lieben Frau von Zuberoa. Der Rundweg ist 6,1 km lang, dauert etwa 2 Stunden und 15 Minuten und weist 320 Höhenmeter auf. Der Weg führt durch Wald aus Waldkiefern und Buchsbaum. Für Sie entsteht damit eine konkrete Verbindung von Bewegung, Wald und einem klar benannten religiösen Ziel. Die Route bildet eine kompakte Wanderetappe innerhalb eines kulturell geprägten Aufenthalts.

Die Landschaft rund um Garde bleibt dabei nicht auf den Weg beschränkt. Das Gemeindegebiet entwässert über den Barranco de Gardalar in Richtung des Flusses Esca. Der Bach hat in lutetischem Gestein aus mergelig-kalkigem Flysch des Eozäns ein Längstal eingeschnitten. In Garde sind noch einige Hektar Eichen- und Buchenbestände erhalten; vorherrschend sind jedoch Kiefernwälder und Buchsbaumgebüsche. So treffen an einem Ort unterschiedliche Waldformationen auf einen geologisch geprägten Talraum.

Die Kapelle von Zuberoa

Die Kapelle Unserer Lieben Frau von Zuberoa wurde im 16. Jahrhundert errichtet und im 17. und 18. Jahrhundert umgebaut. Sie bewahrt eine romanische Marienbildnis- oder Titelstatue aus dem 13. Jahrhundert. Zum kunsthistorischen Bestand gehört außerdem ein Hauptretabel, das in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts bei Joseph Fernández in Auftrag gegeben und später von Joaquín Elizondo vergoldet wurde. Hinzu kommen ein Gemälde der Himmelfahrt Mariens, zwei weitere Retabel – San Juan und San Miguel sowie Santiago und Santa Ana – und eine barocke Kanzel.

Das Hauptretabel von Garde gilt als erster Versuch eines großen barocken Retabels im Roncal-Tal. Sein achteckiger Grundriss wird von einem prächtigen muschelförmigen Abschluss geschlossen. Diese Form steht neben der vielschichtigen Ausstattung der Kapelle und macht das Bauwerk zu einem besonders detailreichen Ziel für alle, die sakrale Architektur, Malerei und Holzkunst miteinander betrachten möchten. „Gozos a la Nuestra Señora de Zuberoa Garde“ ist zudem eine traditionelle vokale Musikkomposition.

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Kirche, Palast und regionale Handwerkskultur

Auch die Pfarrkirche Santiago trägt mehrere Zeitschichten in sich: Ihre Ursprünge reichen ins Mittelalter zurück, während ihre heutige Gestalt auf barocke Wiederaufbauarbeiten im 16. und 17. Jahrhundert zurückgeht. Der Atocha-Palast ist ein hervorstechendes Element der zivilen Architektur von Garde. Damit stehen religiöse Baugeschichte und zivile Architektur im Ort nebeneinander, ohne dass sich Gardes Charakter auf ein einzelnes Gebäude beschränkt.

In einigen Tälern der Merindad de Sangüesa überlebte bis in die jüngere Vergangenheit die vollständig handwerkliche Herstellung von Löffeln, Zoquetas, Chocles und anderen kleinen Holzgegenständen. Die Gegend ist reich an Buchssträuchern und hat eine lange pastorale und handwerkliche Tradition. Handwerklich gefertigte Äxte und Messer werden zum Beschneiden, für Brennholz, für Fleischarbeiten und bei sportlichen Wettbewerben verwendet. Im Roncal-Tal wird Käse hergestellt – ein weiterer regionaler Bezug, der Naturraum, Handwerk und ländliche Kultur miteinander verbindet.

Weitere Orte im selben Zielumfeld: Lizaso, Abaurregaina, Galar, Arguedas, Zilbeti, Acedo, Dicastillo und Villanueva de Arce.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Navarra.

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