Eulate: Wege, Natur und Baukultur in Navarra
Unterkünfte in Eulate
Landschaft und Natur
Das Gemeindegebiet von Eulate reicht in die Sierra de Lóquiz hinein. Der Parque Natural Urbasa-Andía verbindet Buchenwälder mit offenen Weideflächen, auf denen Vieh grast, und wurde wegen des Reichtums und guten Erhaltungszustands seiner vielfältigen Lebensräume, Tier- und Pflanzenwelt sowie besonderen Landschaft als Naturpark ausgewiesen. Die Sierra de Lóquiz ist als Zona Especial de Conservación ES2200022 ausgewiesen und umfasst Teile des Gemeindegebiets von Eulate. Sie schützt repräsentative natürliche Lebensräume sowie wild lebende Pflanzen und Tiere; einige Merkmale gelten als von Aussterben bedroht oder weisen ein räumlich begrenztes natürliches Verbreitungsgebiet auf. Im Parque Natural Urbasa-Andía gehören Höhlen, Schächte, weitere unterirdische Formationen und vertikale Felswände wie Ubaba zu den prägenden Merkmalen.
Wege durch die Umgebung
Der Sendero de Améscoa Alta SL-NA 282 beginnt in Eulate neben dem Waschplatz Lavadero de Gonea und verbindet Larraona, Aranarache und Eulate über alte Wege und Pfade am Südhang des Parque Natural de Urbasa-Andía. Der Rundweg Sendero de Lóquiz-Urbasa-Eulate SL-NA 280 beginnt in Eulate, führt im Süden zum unteren Bereich der Sierra de Lóquiz und im Norden zur Sierra de Urbasa, verläuft durch Weideflächen, Eichenhaine und Buchenwälder und bietet von Alto de Isusura und Alto de Koparazio hervorragende Ausblicke über das Valle de Améscoa Alta. Der Rundweg Eulate-Lokiz ist 5,9 Kilometer lang, beginnt am Waschplatz Lavadero de Gonea in Eulate, endet am unteren Waschplatz von Eulate, hat einen Höhenunterschied von 168 Metern und dauert 1,5 Stunden.
Baukultur und Ortsgeschichte
Die Außenfassade der Pfarrkirche San Martín besteht aus einem guten Steinschnitt-Ensemble mit polygonaler Apsis und prismatischen Strebepfeilern aus dem 16. Jahrhundert. Die Pfarrkirche San Martín wurde an ihren heutigen Standort versetzt, wiederaufgebaut und dort 1780 eingeweiht. Die Kapelle Ermita de San Juan Bautista ist ein Bauwerk im protogotischen Stil aus dem 13. Jahrhundert. Die Ermita de San Juan Bautista war die ursprüngliche Pfarrkirche von Eulate und blieb gemeinsam mit der Kirche San Martín de Tours bis zu ihrer letzten Erwähnung als Pfarrkirche im Jahr 1711 in dieser Funktion; danach wurde sie als Kapelle geführt. Das als „El Calvario“ bekannte Humilladero steht am östlichen Ortseingang von Eulate an der Straße und ist ein flamboyant-gotisches Bauwerk aus dem frühen 16. Jahrhundert. Der Palacio de Eulate ist ein Renaissancepalast aus dem 16. Jahrhundert. Die Ruinen des Palacio de Eulate wurden 2010 geborgen und konsolidiert. Im Ortskern von Eulate sind mehrere Häuser aus dem 16. Jahrhundert zu sehen.
Monte Limitaciones und Feste
Der Monte Limitaciones ist ein Gemeinschaftsberg im Südwesten des Parque Natural Urbasa-Andía; zu den Dörfern der Améscoa Alta mit Eigentums- und Nutzungsrechten gehört Eulate. Der Monte Limitaciones kann zu Fuß oder mit dem Fahrrad über fahrradtaugliche Wege besucht werden; der Zugang mit Kraftfahrzeugen ist auf autorisierte Fahrzeuge beschränkt. Der Informationspunkt des Valle de las Améscoas verfügt über Tafeln, die auf Sehenswürdigkeiten des Monte Limitaciones und der Améscoa-Täler hinweisen.
Die Patronatsfeste von Eulate zu Ehren des heiligen Petrus finden am letzten Juniwochenende statt. Der Día del Pastor de Améscoa wird seit 2012 im Oktober in Eulate veranstaltet. Der Día del Pastor in Eulate umfasst einen Markt für Kunsthandwerk und regionale Lebensmittel, Ausstellungen sowie Aktivitäten für die ganze Familie; Käse und Lamm können verkostet werden.
Weitere Orte
Fitero, Zabalceta, Undiano, Muruzábal, Mélida, Falces, Arraioz, Alsasua
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Navarra.