Artajona zwischen Festungsmauer, Kirchen und mittelalterlichen Festen
Unterkünfte in Artajona
Artajona verbindet eine markante mittelalterliche Befestigungsanlage mit Kirchenkunst, prähistorischen Monumenten, Pilgerwegen und traditionsreichen Festen. Wenn Sie ein Ziel mit eigenem historischen Profil suchen, können Sie hier zwischen dem Cerco, sakralen Bauwerken, Dolmen und Veranstaltungen mit mittelalterlichen Themen unterschiedliche Seiten des Ortes kennenlernen.
File:Cerco de Artajona, Navarra, España, 2015-01-06, DD 08.JPG
Foto: Diego Delso via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Festung, Kirchen und Kunst
Das Cerco von Artajona bewahrt neun kubische, zinnenbewehrte Türme, die durch eine Mauer aus dem 12. Jahrhundert miteinander verbunden sind. Entlang der mittelalterlichen Mauer verläuft ein Wehrgang; das ummauerte Gelände kann frei besichtigt werden, eine geführte Besichtigung kann vereinbart werden.
Eine geführte Besichtigung dauert etwa eine Stunde bis eine Stunde und 15 Minuten. Zusätzlich wird im Cerco ein immersives 360-Grad-Virtual-Reality-Erlebnis mit einem mittelalterlichen Markt, der Einweihung des Altaraufsatzes von 1517, dem sogenannten Drachenrücken-Dach und einer mittelalterlichen Schlacht angeboten.
Zur Baugeschichte gehört San Saturnino, eine im 13. Jahrhundert errichtete Kirchenfestung, die in die Verteidigungsanlagen des Cerco von Artajona einbezogen war. Die Kirche besitzt ein monumentales gotisches Portal aus dem späten 13. Jahrhundert. Der Hauptaltaraufsatz des Cerco wurde im ersten Viertel des 16. Jahrhunderts von den Meistern Pierres und Andrés geschaffen.
Auch jenseits des Cerco bleibt die Geschichte präsent: El Dorre ist eine archäologische Stätte aus der Eisenzeit mit einer beeindruckenden Felsmauer. Die barocke Basilika Nuestra Señora de Jerusalén wurde zwischen 1709 und 1714 errichtet und beherbergt eine romanische Darstellung der Jungfrau von Jerusalem aus emailliertem Kupfer. Die gotische Pfarrkirche San Pedro wurde im 13. Jahrhundert gleichzeitig mit dem Gotteshaus San Saturnino begonnen.
Wege, Dolmen und Festtage
Pilger- und Kulturinteressen treffen im Camino de la Vera Cruz aufeinander: Er erreicht Artajona von Puente la Reina aus und führt anschließend durch Navarra weiter in Richtung Marcilla. In Artajona finden die Patronatsfeierlichkeiten zu Ehren der Virgen de Jerusalén vom 7. September bis zum 15. September statt. Für einen Blick in die Vorgeschichte stehen zwei Dolmen: Der Portillo de Enériz ist eines der am besten erhaltenen prähistorischen Monumente in Navarra; die Mina de Farangortea liegt nach einem Kiefernwald 850 Meter hinter dem Portillo de Enériz.
Ende August wird die Fiesta Medieval in Artajona gefeiert; sie ist als Fiesta de Interés Turístico de Navarra anerkannt. Ihr Programm umfasst mittelalterliche Umzüge, einen Markt, eine Greifvogelschau, ein großes mittelalterliches Turnier und einen Fechtworkshop. Einen deutlich sportlicheren Akzent setzt die Carrera de Layas: Dabei steigen Teilnehmende auf Layas eine steile, gepflasterte und stark geneigte Strecke hinauf.
Auch ein lokaler Brauch ist mit San Saturnino verbunden. Nach der Restaurierung der Glocken in den 1970er- und 1980er-Jahren beschloss eine 1981 gegründete Kulturvereinigung, das manuelle Glockenschwingen wiederzubeleben. Damit bietet Artajona Reisenden mehrere konkrete Zugänge zu Wehrarchitektur, sakraler Kunst, Pilgertradition, Vorgeschichte und Festkultur.
Weitere Orte zur Orientierung
Pueyo, Burgui, Adiós, Gallipienzo Antiguo, Marcilla, Etxalar, Arribe, Oláibar
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