Santomera zwischen Feuchtgebiet und Kulturerbe
Unterkünfte in Santomera
Archäologie von der Bronzezeit bis zur iberischen Epoche
Santomera lässt sich über mehrere Epochen hinweg entdecken. Das Cabezo de la Mina ist eine archäologische Fundstätte der argarischen Kultur und wird auf die Zeit zwischen 2200 und 1500 v. Chr. datiert. Im Südwesten des Gemeindegebiets liegt die Sierra del Balumba mit verschiedenen prähistorischen und protohistorischen Überresten sowie Spuren intensiver Bergbautätigkeit. Der archäologische Komplex von Balumba ist seit 2009 als BIC geschützt und umfasst zwei Höhensiedlungen der Metallzeit. Seine Chronologie reicht von der Bronzezeit (1800–1200 v. Chr.) bis zur iberischen Epoche (5.–2. Jahrhundert v. Chr.).
File:Calle Santomera street in Torrevieja, Alicante, Spain, 2022 January.jpg
Foto: Ximonic (Simo Räsänen) via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Am Cabezo Malnombre sind eine wiederholte Besiedlung ab dem 3. Jahrtausend v. und etwa 58 Schalensteine dokumentiert. Die Mina del Siscar war eine der bedeutendsten Bergbauanlagen der Region und förderte hauptsächlich Kupfer. Bergwerke am Cabezo de la Fuente, dem früheren Namen des Cabezo de la Mina, sind bereits für die Zeit Karls V. und Philipps II. belegt.
Feuchtgebiet und Wege am Wasser
Das als Gebiet von gemeinschaftlicher Bedeutung (LIC) ausgewiesene Humedal del Ajauque y Rambla Salada erstreckt sich über die Gemeinden Abanilla, Fortuna, Santomera und Molina de Segura. Es ist ein mit Ramblas verbundenes Kryptofeuchtgebiet mit dauerhaft vernässten Bereichen und umfasst den Embalse de Santomera. Zum Gebiet gehören mediterrane Salzrasen (Juncetalia maritimi) und mediterrane halophile Strauchgesellschaften (Sarcocornetea fruticosi).
Der Sendero del Embalse de Santomera verläuft über das Cabezo de Ásperos in der Nähe des Ortsteils Matanzas; für den vollständigen Weg werden etwa zwei Stunden Gehzeit benötigt. Das Coto Cuadros erstreckt sich über die Gemeinden Murcia, Molina de Segura und Santomera und eignet sich für Mountainbiking, Wandern und Orientierung in der Natur.
Kultur, Gebäude und Erinnerung
Die Iglesia Parroquial de Nuestra Señora del Rosario ist ein Gebäude im Stil der Neorenaissance und wurde am 18. November 1870 für den Gottesdienst geöffnet. Sie beherbergt religiöse Bildwerke bedeutender Bildhauer aus Murcia. Die Casa Grande verbindet Einflüsse der italienischen Renaissance mit modernistischen Kunstdetails und lokalen architektonischen Merkmalen. Die Casa del Huerto umfasst ein Haupthaus, eine Remise, eine kleine Kapelle und eine Ölmühle. Die Almazara de los Murcia bewahrt originale Maschinen und Bestandteile der traditionellen Olivenölproduktion, darunter verschiedene Presssysteme. Der Molino Vinader ist die heute noch erhaltene Mühle; ihr Bau wurde 1762 genehmigt, und sie stellte in den 1960er-Jahren den Betrieb ein.
Besichtigungen und Festtag
Die Casa del Agua bietet geführte Besichtigungen für Gruppen von bis zu 80 Personen mit einer Dauer von ungefähr zwei Stunden an. Ein Besuch kann einen Fußweg zur Talsperre von Santomera einschließen, bei dem Bestandteile und Funktionsweise erläutert werden. Im Umfeld des Embalse de Santomera beherbergt die Casa del Agua außerdem ein Museum zur Geschichte des Einzugsgebiets des Segura, ein Archiv mit historischen Dokumenten und einen Ausstellungspavillon mit einer Francis-Turbine.
Die Fiestas del Rosario finden am 7. Oktober statt und umfassen Trovero-Abende sowie ein Flamenco-Festival.
Weitere Ziele zum Vergleichen: La Puebla De Mula, Pozo Aledo, Alcantarilla, Blanca, La Majada, Cartagena, Totana, El Saladillo
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