Alcantarilla: Huerta-Kultur, Aquädukte und Feste
Unterkünfte in Alcantarilla
Huerta-Kultur und Pilgertradition
Alcantarilla liegt an der Levante-Pilgerroute des Camino de la Vera Cruz, im Abschnitt zwischen Murcia und Alguazas. Zur besonderen Prägung des Ortes gehören außerdem die Huerta murciana, historische Wasserbauwerke und ein ausgeprägter Festkalender. Der Parque del Acueducto ist eine 43.700 Quadratmeter große Grünanlage in Alcantarilla. Die Fiestas de Mayo umfassen mehr als 40 kulturelle Veranstaltungen im öffentlichen Straßenraum.
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Foto: Pablo el ciclista via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Das Museo de la Huerta de Alcantarilla vermittelt das Leben und die Bräuche der Huertanos anhand einer typischen Barraca, der Noria de Alcantarilla, landwirtschaftlicher Geräte, Keramik und Glaswaren, Fächern sowie historischer Trachten. Dazu kommt ein immersiver 360-Grad-Projektionsraum, in dem Inhalte gleichzeitig auf vier Wände und den Boden projiziert werden. Der Rundgang im Museum verfügt über einen für alle zugänglichen Verlauf mit taktilem Bodenbelag, Beschilderung in Brailleschrift und QR-Codes zur Ergänzung der Informationen und Inhalte.
Wege zwischen Kunst, Wasser und Landschaft
Die Ruta de Arte Urbano de Alcantarilla kann im Rahmen einer Führung besucht werden und umfasst mehr als 60 Wandbilder lokaler, nationaler und internationaler Künstler. Die Strecke reicht vom Parque del Acueducto bis zur Plaza Adolfo Suárez. Im Parque del Acueducto befindet sich zudem eine römische archäologische Fundstätte aus dem 1. bis 3. Jahrhundert n. Chr.
Für eine Verbindung von Natur, Kultur und Freizeit steht die Ruta del Agua. Der leichte, zweistündige Rundweg führt an Bewässerungskanälen, Aquädukten, Wasserrädern, einer Kapelle, einem Museum, Spielplätzen sowie einem Rastplatz mit Tischen und Grillstellen vorbei. Die Vía Amable verbindet Alcantarilla mit Murcia und bietet eine nachhaltige Möglichkeit, die umweltbezogenen, kulturellen und landschaftlichen Besonderheiten der Huerta murciana mit dem Fahrrad kennenzulernen. Sie wird weniger von Kraftfahrzeugen genutzt als herkömmliche Straßen.
Aquädukte und historische Bewässerung
Das Acueducto de las Zorreras im Gebiet Agua Salá ist 8,5 Meter hoch und wird weiterhin genutzt, um Wasser über die Rambla zu führen. Das Acueducto de los Arcos besteht aus drei aneinandergebauten Aquädukten, die die Bewässerungskanäle Alquibla, Turbedal und Dava über den Abfluss der Rambla de las Zorreras zum Río Segura führen. Es stammt aus dem 11. bis 13. Jahrhundert. Das Aquädukt in Alcantarilla bewahrt heute 22 Bögen und wird weiterhin zur Bewässerung genutzt. Auch die Acequia del Turbedal gilt als Bien de Interés Cultural.
Die Noria de Alcantarilla ist seit dem 15. Jahrhundert in Betrieb und dient zur Bewässerung höher gelegener Flächen in Alcantarilla. Das Rad kann von außerhalb des Museums besichtigt werden, ohne das Museum zu betreten. So lassen sich Wassertechnik, Landwirtschaft und Ortsgeschichte an konkreten Bauwerken und Ausstellungsstücken nachvollziehen, ohne die Themen voneinander zu trennen.
Kirchen, Denkmäler und Ortsgeschichte
Die Iglesia de Nuestra Señora de la Asunción im Barrio de Campoamor ist eine neobarocke Kirche; ihre beiden Türme gelten als eines der Wahrzeichen von Alcantarilla. Die Iglesia de San Roque ist die älteste Kirche von Alcantarilla und stammt aus dem späten 18. Jahrhundert. Sie beherbergt das authentische und zertifizierte Lignum Crucis, eine Reliquie mit zwei Splittern des Heiligen Kreuzes.
Die ehemalige Iglesia de San Pedro Apóstol wurde ab der Mitte des 16. Jahrhunderts errichtet und prägte zusammen mit der Plaza de la Iglesia seit dem 16. Jahrhundert die Altstadt von Alcantarilla. Nach dem Abriss des früheren Tempels im Jahr 1961 wurde am selben Ort die heutige Iglesia Parroquial de San Pedro Apóstol errichtet; von der früheren Kirche blieb nur die Capilla de la Aurora erhalten. Casa Cayitas wurde am 24. Juli 1982 zum Nationalen Historisch-Künstlerischen Denkmal erklärt. Die Casa de las Cayitas wurde im 18. Jahrhundert errichtet und beherbergte jahrzehntelang das regionale Inquisitionstribunal.
Feste und lokaler Geschmack
Die Ermita de Nuestra Señora de la Salud in Alcantarilla, auch Virgen Niña genannt, ist das Ziel der traditionellen Romería während der Fiestas de Mayo. Die Patronatsfeste von Alcantarilla zu Ehren der Virgen de la Salud finden jedes Jahr im Mai statt und tragen die Einstufung als Feste von regionalem touristischem Interesse. Die „Quema de la Bruja“ ist ein festliches Folkloreelement der Fiestas de Mayo de Alcantarilla; erste Aufzeichnungen über die Bruja stammen aus dem Jahr 1987.
Die Archicofradía von Alcantarilla organisiert seit unvordenklicher Zeit die Corpus-Christi-Prozession der Stadt. Dank einer päpstlichen Dispens findet die Corpus-Christi-Prozession von Alcantarilla am Nachmittag statt. Eine typische Tapa aus Alcantarilla ist La Huertana, die in den Bars und Restaurants der Stadt angeboten wird.
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