San Agustín del Guadalix zwischen Wasserwegen, Dehesa und Dorftraditionen

San Agustín del Guadalix verbindet Wege am Río Guadalix mit Wasserbaugeschichte, einer weitläufigen Steineichenlandschaft und festen Terminen im Ortsleben. Zwischen der Iglesia parroquial, historischen Aquädukten, Flussauen und traditionellen Festen zeigt sich der Ort in mehreren klaren Facetten.

Kultur und Geschichte

Auf dem höchsten Hügel des Ortsgebiets steht die Iglesia parroquial. Sie wurde im 16. Jahrhundert im Stil der puristischen Renaissance errichtet. Der Bau besitzt zwei Schiffe und einen rechteckigen Chorabschluss. Der quadratische, sehr schlanke Turm aus Stein und Kalk steht am Fuß des Hauptschiffs; steinerne Gesimse gliedern ihn in vier Baukörper.

Zur Geschichte der Wasserführung gehört das Acueducto de la Sima. Es ist Teil des ursprünglichen Trassenverlaufs des Canal de Isabel II und wurde 1854 errichtet. Über einem Segmentbogen liegen acht Rundbögen. Das Acueducto de la Retuerta besitzt sieben Rundbögen, die auf einem großen unteren Bogen aufstehen. Am Río Guadalix liegt außerdem der Azud del Mesto, eine kleine, derzeit ungenutzte Staumauer. Sie war dazu bestimmt, Wasser aufzunehmen und in das Verteilungssystem des Canal de Isabel II einzuleiten.

Natur und Wasser

Die Ruta del Río Guadalix y Cascada del Hervidero misst etwa 6,20 km, weist einen niedrigen Schwierigkeitsgrad auf und dauert etwa zwei Stunden hin und zurück. Die Strecke ist zu Fuß und mit dem Fahrrad zugänglich. Sie folgt dem Río Guadalix durch Auwald und führt zum Charco del Aliso sowie zum Wasserfall Cascada del Hervidero.

Ein großflächiger Landschaftsraum ist die Dehesa de Moncalvillo. Der historische, ökologisch besonders wertvolle Steineichenbestand umfasst 1.350 Hektar. In der Laguna de los Patos lassen sich je nach Jahreszeit verschiedene Wasservogelarten beobachten, darunter Stockenten, Spießenten, Pfeifenten, Krickenten, Blässhühner, Kolbenenten, Löffelenten, Teichhühner und Tafelenten.

Wege und Landschaft

Die Ruta de la Vereda de Correcaballos-Peñarrubias verläuft durch den landwirtschaftlich und viehwirtschaftlich geprägten Südosten von San Agustín del Guadalix. Von Peñas Rubias bietet sich ein Panoramablick auf den Ort. Die Landschaft erscheint dabei nicht als einheitliche Kulisse: Flusslauf, Auwald, Steineichenbestand, landwirtschaftlich genutzte Flächen und der Blick vom Höhenzug gehören zu unterschiedlichen Seiten des Gemeindegebiets.

Auch die Ruta de la Retuerta ist für aktive Erkundungen ausgewiesen. Die Route ist 4,79 km lang, leicht und für Fahrräder geeignet. Mit 4,79 km ist die Ruta de la Retuerta kürzer als die etwa 6,20 km lange Ruta del Río Guadalix y Cascada del Hervidero.

Geografische Einordnung

Von Madrid führt die schnellste Hauptzufahrt nach San Agustín del Guadalix über die A-1, die Burgos-Autobahn, mit der Ausfahrt 34.

Feste und lokales Leben

Am dritten Maiwochenende wird die Marienstatue zu Fuß bis zu ihrer Ermita getragen. Anschließend verbringen die Teilnehmenden den Tag gemeinsam mit der Schutzpatronin auf dem Land. Am dritten Septemberwochenende finden religiöse, kulturelle, sportliche und taurine Veranstaltungen statt; dazu gehört der traditionelle Volkslauf Cuesta del Tirón.

Zum Día de San Agustín gehören Wettbewerbe für selbstgemachte Torten und Tortillas. Religiöse Bräuche, Sport, taurine Veranstaltungen und gemeinschaftliche Wettbewerbe bilden damit verschiedene Ausdrucksformen des örtlichen Festkalenders.

Weitere Orte auf derselben Zielebene: Robregordo, Cubas De La Sagra, Bustarviejo, Valdeolmos, Arroyomolinos, Tielmes, Majadahonda und Valdelaguna.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Madrid.

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