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Navalquejigo: Siedlungsgeschichte, Kirche und Wanderweg

Unterkünfte in Navalquejigo

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Navalquejigo zwischen Siedlungsgeschichte und Kirchenbau

Navalquejigo ist eine aufgegebene Siedlung, deren Entstehung in das 13. Jahrhundert zurückreicht. Die alte Siedlung blieb bis ins 19. Jahrhundert voll lebendig. Diese lange Entwicklung bildet den historischen Rahmen für zwei besonders markante Zeugnisse: die Iglesia de la Exaltación de la Santa Cruz de Navalquejigo und die Picota de Navalquejigo. Beide stehen für unterschiedliche Seiten des Ortes – hier der sakrale Bau mit seiner vielschichtigen Baugeschichte, dort ein Granitdenkmal am früheren Platz der Siedlung.

Die Iglesia de la Exaltación de la Santa Cruz

Die Iglesia de la Exaltación de la Santa Cruz de Navalquejigo gehört zur Gruppe der befestigten Wiederbesiedlungskirchen der Sierra de Guadarrama. Ihre erhaltene Bausubstanz lässt sich wahrscheinlich größtenteils auf das späte 15. Jahrhundert datieren und entstand durch den Umbau einer älteren Kirche. Der Bau ist einschiffig und besitzt einen basilikalen Grundriss. Der höhere, quadratische Chorraum wird durch einen Spitzbogen erschlossen. Gerade diese Verbindung aus älterem Kirchenbau und späterem Umbau macht die Kirche zu einem konkreten Zugang zur Entwicklung Navalquejigos.

Die Picota und der frühere Siedlungsplatz

Die Picota de Navalquejigo steht auf dem früheren Platz der Siedlung. Das Granitdenkmal ruht auf einem zweistufigen Podium. In dessen Mitte steht ein großer Quader, der eine runde Säule trägt. Oben endet die Säule in einer pyramidenstumpfförmigen Steinbekrönung mit einer Granitkugel. Die Picota de Navalquejigo wurde möglicherweise in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts errichtet. Ihre klar gegliederte Form und der Bezug zum früheren Siedlungsplatz unterstreichen ihren eigenständigen Denkmalcharakter.

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Wege zwischen Las Zorreras, Navalquejigo und El Escorial

Navalquejigo ist vom Bahnhof Las Zorreras über die Calle Juan Hurtado de Mendoza erreichbar. Diese Verbindung verläuft über eine Viehtrift und einen früheren Weg nach Guadarrama. Für die Orientierung in der Landschaft ist außerdem Las Siete Puertas bedeutsam: Der Weg ist 9,5 Kilometer lang, mittelschwer und linear. Er verbindet die alte Siedlung Navalquejigo mit El Escorial und führt durch Viehzucht-Dehesas.

Festbezug und örtliche Tradition

Mit Navalquejigo ist das Fest San Roque verbunden. Das Hauptfest wurde vor einigen Jahren auf den 15. August verlegt. Zugleich steht die gesamte Siedlung unter dem Patrozinium Nuestra Señora de los Arroyos. Zusammen mit der Kirche, der Picota und der bis ins 19. Jahrhundert reichenden Siedlungsgeschichte bildet dieser Festbezug eine weitere kulturelle Ebene des Ortes. Wer Navalquejigo zwischen Architektur, Vergangenheit und Landschaft einordnet, findet dadurch mehrere eng miteinander verbundene Themen – vom 13. Jahrhundert über den wahrscheinlich größtenteils aus dem späten 15. Jahrhundert stammenden Kirchenbestand bis zur Verlegung des Hauptfests auf den 15. August.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: San Lorenzo De El Escorial.

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