Montejo de la Sierra: Hayedo, Wege und Geschichte
In Montejo de la Sierra treffen ein besonderer Naturraum, alte Wege, bäuerliche Arbeit und überlieferte Kultur aufeinander. Der Hayedo de Montejo ist der einzige Buchenwald in der Comunidad de Madrid. Die Aussicht auf den eigentlichen Hayedo de Montejo bleibt wegen seines Status als geschützter Naturraum eingeschränkt; sie ist stets kostenlos und wird von Umweltpädagogen geführt.
Weitere Orte im Spanien-Netz sind Moraleja De Enmedio, Móstoles, Meco, Brunete, Madarcos, Tres Cantos, Valdeolmos und Aranjuez.
Erlebnisse auf dem Bauernhof
Granja Prados Montes bietet in Montejo de la Sierra ein Agrotourismus-Erlebnis auf einem familiären ökologischen Bauernhof. Dazu gehören das Begleiten und Versorgen der Herde sowie das Anbauen und Ernten im Gemüsegarten. Je nach Saison kommen Einblicke in die Imkerei, die Schafschur oder die Aussaat hinzu. Landwirtschaftliche Tätigkeiten und wechselnde Jahresaufgaben gehören damit gemeinsam zu diesem Erlebnis.
Wege durch Wiesen und Weideland
Die Route Por el Camino Viejo a Horcajuelo y las Huertas ist ein Rundweg durch Obstgärten und Heuwiesen. Sie verläuft entlang des alten Weges, der Montejo de la Sierra mit Horcajuelo verband.
Die Route De la Ermita de la Soledad a la de Nazaret führt durch frühere Heuwiesen und verläuft beim Abstieg über die Viehtrift Cañada Real de las Merinas. Eine weitere Strecke, Por la Dehesa Boyal, führt durch die Dehesa Boyal von Montejo de la Sierra, die weiterhin als Weideland für das Vieh dient. Frühere Heuwiesen, Viehtrift und dauerhaft genutztes Weideland stehen hier nebeneinander.
Kultur und Geschichte
Die Iglesia de San Pedro in Cátedra ist eine Renaissancekirche aus dem 15. Jahrhundert. Zu ihr gehören eine Mudéjar-Kassettendecke und eine Schnitzarbeit aus dem 12. Jahrhundert; außerdem ist sie als Bien de Interés Cultural eingestuft.
Zur Romería de Nuestra Señora de Nazaret gehören traditionelle Trachten aus der Sierra, Jota-Musik, Gesang und Tanz. Die Romería findet am letzten Samstag im Mai statt und führt in einer Prozession von der Kirche zur Ermita de Nazaret.
Die Ermita de la Soledad wurde zunächst im 16. Jahrhundert errichtet. Sie liegt in dem als Calvario bekannten Bereich, an dem der frühere Kreuzweg von Montejo de la Sierra endete. Die Fuente de los Tres Caños ist ein im 19. Jahrhundert errichteter Brunnen, der früher als Viehtränke diente.
Das Horno Suspendido ist ein Beispiel für die hängenden Brotöfen, die in den traditionellen Häusern verwendet wurden. Der Potro de Herrar ist der einzige noch erhaltene von mehreren Viehständen im Ort. Er diente nicht nur zum Beschlagen, sondern auch zur Behandlung von Nutztieren wie Kühen und Ochsen.
Die Ermita de Nazaret wird im Libro de Montería von Alfons XI., dem von 1312 bis 1350 regierenden König von Kastilien, als Santa María de Nacerni erwähnt. Sie liegt auf einer Anhöhe, von der aus das gesamte Tal überblickt werden kann, und wurde als Ort des spirituellen Rückzugs verstanden.
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