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Tricio: Römische Spuren, Kirchen und lokale Traditionen

Unterkünfte in Tricio

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Tricio verbindet eine römische Vorgeschichte mit frühchristlicher und mittelalterlicher Baugeschichte sowie örtlichen Feierlichkeiten. Tritium Magallum, die römische Vorgängersiedlung von Tricio, war ein Töpferzentrum, das Terra-Sigillata-Gefäße im gesamten Römischen Reich verbreitete. In den römischen Töpfereien von Tricio wurden rote Keramiken hergestellt, die am Boden mit dem Namen des Töpfers gestempelt waren und deshalb als Terra Sigillata bezeichnet werden. Ausgrabungen im Ortsgebiet von Tricio und auf dem Grundstück Arcos haben vorromanische Überreste unter dem Hügel von Tricio dokumentiert. Archäologische Entdeckungen in Tricio gelten als Teil der Identität des Ortes.

File:Tricio 396.jpg File:Tricio 396.jpg Foto: GFreihalter via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Römisches Erbe und sakrale Baugeschichte

Im Mittelpunkt der sakralen Geschichte steht die Basílica de Santa María de los Arcos. Sie entstand als römisches Mausoleum des 3. Jahrhunderts und wurde im 5. Jahrhundert zu einer christlichen Basilika umgestaltet. Die heutige Basílica besitzt einen längs ausgerichteten Grundriss mit drei Schiffen. Ihre Seitenschiffe sind durch Arkaden getrennt, die auf korinthischen Säulen aus Fragmenten römischer Säulen des 1. Jahrhunderts ruhen. Außerdem enthält sie große wiederverwendete Säulen aus einem monumentalen Tempel, der etwa im 2. Jahrhundert errichtet wurde. Unter dem Boden befinden sich frühchristliche Gräber aus dem 5. und 6. Jahrhundert, wiederverwendete römische Sarkophage, mittelalterliche Bestattungen sowie römische und frühchristliche Grabstelen.

Kirchen und besondere Ortsdetails

Zur religiösen Geschichte von Tricio gehören weitere Bauwerke mit eigenem Profil. Die Ermita de Nuestra Señora de Arcos wurde durch das Königliche Dekret 788/1978 als nationales historisch-künstlerisches Denkmal eingestuft. Die originale Virgen de Arcos ist eine präromanische Schwarze Madonna aus dem 11. Jahrhundert und befindet sich in der Pfarrkirche von Tricio. Die Iglesia parroquial de San Miguel ist eine spätgotische Pfarrkirche aus dem 15. Jahrhundert und beherbergt das Mausoleum von Celedón Pardo y Agüero, dem Leibarzt Philipps IV. Eine Fliese mit einem Schneckenmotiv über der Uhr der Iglesia de San Miguel gilt als Symbol der Gemeinde Tricio.

Besichtigungen mit historischem Schwerpunkt

Für Besichtigungen der Basílica de Santa María de los Arcos muss vorab telefonisch ein Termin vereinbart werden. Zugleich ist die Basílica an den Wochenenden geöffnet. Die Besichtigung lässt sich damit um die Wochenendöffnung und den vorherigen Telefonkontakt herum planen.

Natur, Feste und lokale Herstellung

Ein eigener Naturpunkt in Tricio ist der Álamo de la Fuente, eine geschützte und als besonders bemerkenswert eingestufte Weißpappel (Populus alba). Ihr Alter wird auf etwa 105 Jahre geschätzt. Ihre Größe und ihr ästhetischer Wert gelten als Gründe ihrer Besonderheit. Die Weißpappel ergänzt die archäologischen und sakralen Zeugnisse um einen naturbezogenen Aspekt der Ortsgeschichte.

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Zum lokalen Jahreslauf gehören örtliche Feierlichkeiten mit einem traditionellen Eselrennen. Bei den Feierlichkeiten zu San Bartolomé am 24. August findet in Tricio außerdem das Festival del Caracol mit Verkostungen und Schneckenrennen statt. Einen kulinarischen Bezug hat auch Conservas San Bartolomé: Der kleine handwerkliche Familienbetrieb stellt Paprikakonserven und Fritada im Rahmen der geschützten geografischen Angabe für Riojanische Paprika her. Das Unternehmen besteht seit 1985 und möchte die Paprika aus den Gemüsegärten von Tricio nutzen.

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