Galilea: Kirchen, Feste und Wein im Valle de Ocón
Unterkünfte in Galilea
Galilea liegt im unteren Valle de Ocón und auf einem markanten Hügel. Von hier eröffnen sich im Nordwesten Ausblicke auf die Sierra de Cantabria, im Nordosten auf die westlichen Pyrenäen und im Süden auf die Buchen- und Kiefernwälder der Sierra de la Hez, die den Kamm krönen. Zwischen diesen Landschaftsbildern stehen Kirchen, Festtraditionen, Wanderrouten und ein Weingut für unterschiedliche Seiten des Ortes.
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Foto: Juanma232 via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Kultur
Die Pfarrkirche San Vicente Mártir wurde in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts begonnen. Ihr sterngewölbter Baukörper verbindet Haustein, Bruchsteinmauerwerk und Ziegel. Zur Kirche gehören eine barocke, der Virgen de El Pilar gewidmete Kapelle aus dem 18. Jahrhundert sowie ein Turm aus dem 17. bis 18. Jahrhundert.
Der Hauptaltar von San Vicente ist in einen Sockel und drei Geschosse gegliedert, die auf drei Achsen verteilt sind. Seine Reliefszenen stellen das Martyrium des heiligen Vinzenz dar. Die Skulptur des Hauptaltars wird als Beitrag zum romanistischen Kunsterbe von La Rioja gewürdigt.
Die Kapelle Virgen de El Pilar gilt als regionales Barockwerk des frühen 18. Jahrhunderts. Sie wurde 1710 von Juan José de Tejada gegründet und ausgestattet und besitzt eine Kuppel mit Laterne sowie eine eigene Sakristei. Das Retabel der Kapelle wurde bereits 1709 beim Architekten José Ramírez und beim Bildhauer Juan Félix de Camporredondo in Auftrag gegeben.
Auch die Ermita de la Virgen de Gracia verbindet mehrere historische Elemente: Der Bau stammt aus dem 18. Jahrhundert und beherbergt eine romanistische Marienstatue aus dem 16. Jahrhundert. Dazu kommen ein klassizistisches Hauptretabel aus der Mitte des 17. Jahrhunderts mit bemalten Tafeln und ein mit Stickereien aus dem 18. Jahrhundert versehenes Altarkreuz. In der Kirche von Galilea befindet sich außerdem eine romanistische Darstellung des heiligen Rochus, die in den Zeitraum vom 16. bis 18. Jahrhundert datiert wird.
Der aus dem 16. Jahrhundert stammende Unterchor von San Vicente Mártir wurde bei Erhaltungsarbeiten von Feuchtigkeitsproblemen und herabfallendem Putz befreit. An der Kapelle Virgen de El Pilar wurde die Verglasung des Kuppel-Oberlichts ersetzt und die Abdeckung verbessert.
Geschichte
Galileas historische Entwicklung war bis zum 19. Mai 1865 mit der Tierra de Ocón verbunden. Zwischen 1842 und 1865 wurde Galilea zusammen mit Corera und El Redal von der bisherigen Obrigkeit unabhängig und zu einer eigenständigen Gemeinde.
Der in Galilea geborene Diego de Tejada y Laguardia ließ seinen Bischofspalast errichten; die Arbeiten begannen im Sommer 1663. Das Gebäude wurde über drei Geschosse ausgeführt: Im unteren Geschoss kam Haustein zum Einsatz, in den übrigen Geschossen Ziegel und Mauerwerk. Die Fuente de El Cuco zählt zu den repräsentativsten Brunnen Galileas.
Natur
In Galilea gibt es attraktive, leichte bis mittelschwere Wanderrouten. Für diese Wege wird eine Dauer von vier bis fünf Stunden empfohlen, besonders im Herbst und im Frühling.
Genuss
Bodegas Nestares Eguizábal bietet Weingutbesichtigungen mit Verkostung an. Das Familienweingut wurde 1998 von José María Nestares gegründet und besitzt eigene Weinberge in Galilea in der Rioja Baja. Es erzeugt Wein aus Weinbergen, die Anfang der 1980er-Jahre mit der Rebsorte Tempranillo auf einer Hochebene zwischen dem Valle de Ocón und dem Tal des Río Jubera bepflanzt wurden.
Geografische Einordnung
Das Mehrzweckgebäude von Galilea umfasst einen Jugendherbergsbereich mit einer Kapazität von 32 Plätzen in vier Mehrbettzimmern. Nach Galilea führen zwei Zufahrtsrouten; eine der beiden dauert höchstens 20 bis 25 Minuten, beide Straßen gelten als in sehr gutem Zustand.
Weitere Orte im selben Reiseumfeld sind Sojuela, Los Molinos de Ocón, Santo Domingo De La Calzada, Agoncillo, Bobadilla, Abalos, Calahorra und Treviana.
Kultur und Tradition
Zu Galileas wichtigsten Festen zählen die Virgen de la Ascensión am 15. August sowie San Roque ab dem 16. August. Die Prozession zum Fest der Aufnahme Mariens im August gilt gewöhnlich als die am stärksten besuchte und am meisten gefeierte Prozession Galileas. Die Darstellung des heiligen Rochus wird am 16. August in einer Prozession mitgeführt und verehrt.
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