Tarragona zwischen römischem Erbe, Wegen und Küste
Tarragona verbindet römische Geschichte, selbstgeführte Wege und Küstenorte zu einem Reiseziel mit deutlich unterschiedlichen Facetten. Das Archäologische Ensemble von Tarraco befindet sich in Tarragona. Tarraco war die erste und älteste römische Siedlung auf der Iberischen Halbinsel. Für Ihre Orientierung stehen damit Bauwerke, Funktionen und Epochen im Mittelpunkt.
Römische Stadt und antike Zentren
Die römische Stadtmauer war die erste große Konstruktion der Römer in Tarragona; ihre erste steinerne Fassung wurde zwischen 217 und 197 v. Chr. errichtet. Das Forum der Kolonie war das soziale und politische Zentrum der römischen Kolonie. Es lag im unteren Teil der römischen Stadt, im Wohngebiet zwischen dem Provinzialverwaltungsbereich und dem Hafen. Das Provinzialforum entstand um 73 n. unter Kaiser Vespasian im oberen Teil der Stadt. Es diente der politischen und wirtschaftlichen Verwaltung der Provinz.
Schauplätze für öffentliche Spiele
Im Amphitheater wurden Gladiatorenkämpfe (munera) sowie Kämpfe oder Jagden mit wilden Tieren (venationes) veranstaltet. Das Amphitheater vervollständigte Tarragonas Dreiergruppe bedeutender römischer Bauwerke für Schauspiele aus Theater, Circus und Amphitheater. Im römischen Circus fanden Wagenrennen statt; die Wagen wurden gewöhnlich von zwei oder vier Pferden gezogen. Der Circus wurde gegen Ende des 1. Jahrhunderts n. errichtet und ist außergewöhnlich gut erhalten.
Historische Häuser und wechselnde Epochen
Casa Castellarnau wurde zu Beginn des 15. Jahrhunderts errichtet. Casa Canals ist ein vornehmes Wohnhaus aus der Neuzeit, das unter Einbeziehung der römischen Stadtmauer errichtet wurde. Zusammen mit den antiken Foren, der Mauer und den Schauplätzen für Schauspiele erweitern diese Häuser den zeitlichen Rahmen der Stadtgeschichte.
Wasserbau und römische Infrastruktur
Der Aquädukt von les Ferreres entstand im 1. Jahrhundert n. Seine Wasserleitung nahm das Wasser bei der heutigen Ortschaft Puigdelfí auf und führte es nach Tàrraco. Damit lässt sich neben Politik, Wohnen und öffentlichen Schauspielen auch die technische Seite der römischen Stadt nachvollziehen.
Zu Fuß durch Stadt und Umland
Für aktive Tage bietet Tarragona ein öffentliches Wegenetz mit 75 Kilometern ausgeschilderten Wegen. Tarragona bietet acht selbstgeführte Wanderwege an: vier innerhalb der Stadt und vier im stadtnahen Umland. Die selbstgeführten Wege beginnen an Orten, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sind, und können vollständig zu Fuß zurückgelegt werden.
Strände zwischen Stadt und Küste
Die Küste setzt einen eigenen Akzent. Die Platja de la Savinosa ist ein 350 Meter langer und 30 Meter breiter Strand mit feinem Sand. In Tarragona gibt es vier unberührte Strände: Cala Jovera, Platja de l'Arboçar (auch Cala Fonda oder Waikiki), Platja de Becs (auch La Roca Plana) und Platja dels Capellans. Für die Wahl eines Hotels kann daher der gewünschte Schwerpunkt – römisches Erbe, Wege oder Strände – den Ausschlag geben.
Weitere Ziele zur Orientierung sind La Mòra, Tamarit, Torreforta und Monnars.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Tarragona.
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