Puigpelat: Wasserwege, Kirchen und historische Wege
Puigpelat und die Ebene des Alt Camp
Puigpelat liegt auf einem Hügel in der Mitte der Ebene der Comarca Alt Camp und bietet einen hervorragenden Blick über das Camp de Tarragona. Zu den Themen der Ortsgeschichte von Puigpelat gehören Wasserbau, Wege, Kirchen und lokale Erinnerungsorte.
Wasserwege und historische Bauwerke
Der Camí de l'Àigua folgt dem Verlauf der Mina de l'Arquebisbe aus dem 18. Jahrhundert von Puigpelat nach Tarragona. Im Jahr 2004 wurde der Camí de l'Àigua als Kurzstreckenwanderweg PRC-159 homologiert.
In Puigpelat sichtbare druckregulierende Bauwerke gehören zur Mina de l'Arquebisbe aus dem 18. Jahrhundert. Einige Abschnitte der Mina de l'Arquebisbe sind römischen Ursprungs und gehören zu einem der Aquädukte, die Tarraco mit Wasser versorgten.
Die Mina de l'Arquebisbe leitete Wasser vom Fluss Gaià bei Pont d’Armentera nach Tarragona. Damit steht neben dem Wegverlauf auch die frühere Wasserführung zwischen dem Gaià und Tarragona im Mittelpunkt dieses historischen Bauwerks.
Tore, Kirchen und religiöse Spuren
Das Portal ist eines der beiden Tore der Stadtmauer von Puigpelat und weist eine Arkade sowie eine gotische Gestaltung auf. Im 12. Jahrhundert errichtete der Johanniterorden von Jerusalem in Besitzungen, die das heutige Gemeindegebiet von Puigpelat umfassten, ein religiöses Gebäude namens Santa Maria de l'Hospitalet.
Laut dem Türsturz stammt die Kirche Santa Maria aus dem Jahr 1786 und ist neoklassizistisch. In der Kirche Santa Maria befindet sich die Grabplatte des Komturs Fray Bernat Pavia; sie wird in einer Urne am Marienaltar aufbewahrt.
Die Capelleta de la Mare de Déu de l'Hospitalet o de La Llet ist auf Montserrat ausgerichtet und enthält Majolika-Fliesen mit einer Darstellung der Jungfrau Maria. Seit dem Jahr 2000 ist die Capelleta de la Mare de Déu de l'Hospitalet o de La Llet mit der jährlich am Pfingstsonntag abgehaltenen Romeria verbunden.
Zur Festa Major d'Estiu (Assumpció de la Mare de Déu) gehört eine Opfergabe von Mandeln, Haselnüssen, Trauben und Basilikum durch die Landwirtschaftliche Genossenschaft. Die Escultura Joan Plana ist eine lebensgroße Bronzefigur zu Ehren des örtlichen Dichters Joan Plana.
Ortsgeschichte am Hügel
Der Pi de Puigpelat steht am Fuß der Kirche an der ehemaligen Bassa Vella. Der ursprüngliche Pi de Puigpelat wurde 1935 durch einen starken Sturm umgerissen; fünfzig Jahre später wurde zu seinem Gedenken ein neuer Baum gepflanzt.
Der Camí dels Retorts ist ein alter schmaler Weg, der vom Portal von Puigpelat nach Valls und in andere Orte der Comarca führte. Der Camí dels Retorts folgt den Kurven des Hügels mit seiner früheren natürlichen Wallstruktur.
Archäologie und Landschaft im Freien
Die archäologische Fundstätte Rabassats trägt auch den Namen el Bosc. Sie liegt in der Nähe von Puigpelat am linken Rand des Weges von Puigpelat und einen Kilometer nordwestlich des Ortskerns von Nulles. Zwischen 2013 und 2017 fanden dort archäologische Maßnahmen des Institut Català d’Arqueologia Clàssica statt.
Nach Abschluss der im November 2019 begonnenen Arbeiten entstand ein Freiluft-Interpretationszentrum zu Trockensteinbauten sowie ein großer Spazierbereich für Einheimische und Besucher.
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