L’Arboç: Klöppelspitze, Baukultur und Wege aus Trockenstein

File:L'arboç-esglesia de sant julia-2011.JPG File:L'arboç-esglesia de sant julia-2011.JPG Foto: Alberto-g-rovi via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

L’Arboç verbindet markante Bauwerke, lebendige Handwerkstraditionen und eine Landschaft, die sich auf Rundwegen zu Fuß oder mit dem Fahrrad erschließt. Insgesamt gibt es fünf vom Ajuntament de l’Arboç eingerichtete Rundwege zu Trockensteinbauten. Damit reicht das Spektrum von kulturhistorischen Stationen bis zu Wegen durch landwirtschaftlich geprägte Landschaften.

Baukultur zwischen Kirche, Palast und modernistischer Architektur

Im Mittelpunkt der Ortsgeschichte steht die Església de Sant Julià. Der Bau der heutigen Kirche begann etwa 1630 und wurde etwa 1650 abgeschlossen. Der architektonische Komplex wurde am 8. November 2007 in der Kategorie „Historisches Denkmal“ als „Bé Cultural d’Interès Nacional“ anerkannt. Eine andere architektonische Facette verkörpert La Giralda: Der neoarabische Palast besitzt modernistische Elemente, und seine Reproduktion der Giralda von Sevilla ist 52 Meter hoch.

Auch Palau Gener i Batet gehört zu den prägenden Bauwerken von L’Arboç. Das Gebäude wurde 1873 als Wohnsitz von Josep Gener i Batet in Auftrag gegeben. Die Innenräume können nicht besichtigt werden, doch die Baugeschichte ergänzt das Bild eines Ortes, in dem unterschiedliche Epochen und Stilrichtungen auf engem Raum sichtbar werden. Das Hospital de Sant Antoni ist ein modernistisches Gebäude, das zwischen 1905 und 1911 als Ersatz für ein mittelalterliches Krankenhaus errichtet wurde. Rund um seinen Kreuzgang umfasst es außerdem eine markante modernistische Kapelle; auch die Innenräume dieses Gebäudes können nicht besichtigt werden.

Klöppelspitze als lebendige Tradition

Eine besondere Stellung nimmt die Escola de Puntaires de l’Arboç ein. Sie wurde 1941 gegründet und gilt als älteste Klöppelspitzenschule Kataloniens. Jährlich bietet die Schule vier Klöppelspitzenkurse an, darunter Formate für Erwachsene und Kinder. Das Museu de Puntes al Coixí gilt als Museum mit der weltweit größten Sammlung der Punta Arbocenca. Diese Spitzenkunst ist zudem als „Ofici Singular de Catalunya“ anerkannt: Die Punta Arbocenca erhielt diese Anerkennung im Jahr 2010.

Feste, Märkte und ein lokaler Geschmack

Die Festa Major de l’Arboç findet am vierten Sonntag im August statt. Sie wurde 2009 als „Festa Patrimonial d’Interès Nacional“ anerkannt und umfasst fünf als „Elements Patrimonials d’Interès Nacional“ eingestufte Bestandteile: El Ball de Bastons, els Gegants, l’Exhibició Castellera, el Ball de Diables und La Carretillada. Die Fira de Santa Llúcia findet an dem Sonntag statt, der dem 13. Dezember am nächsten liegt, und ist als einzige thematische Messe Kataloniens im Bereich der Klöppelspitze registriert. Bei L’Enramada kann man außerdem die coca enramada, ein typisches lokales Produkt, verkosten und kennenlernen.

Trockensteinwege durch die Landschaft

Wer L’Arboç über seine ländlichen Wege entdeckt, trifft auf sorgfältig erhaltene Formen traditioneller Bauweise. Die Ruta de Pedra Seca 3 ist etwa 6,1 Kilometer lang und führt an 15 Trockenstein-Hütten vorbei. Die Ruta de Pedra Seca 4 ist etwa 6,9 Kilometer lang und führt durch Weinberge, Obstgärten und bewirtschaftete Felder. Zusammen mit den weiteren Rundwegen entsteht ein Wechsel zwischen handwerklicher Kultur, historischer Architektur und offenen Agrarlandschaften, der den Charakter des Ortes besonders anschaulich macht.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Tarragona.

Unterkünfte in L'arboç vergleichen

Preise, Verfügbarkeit und Ausstattung für Ihren Reisetermin direkt bei Booking.com prüfen.

Unterkünfte und Angebote ansehenAnzeige · Partnerlink zu Booking.com

Für Anbieter