Conesa zwischen Wehrmauer und Waldlandschaft

File:Recinte murat (Conesa) - 2.jpg File:Recinte murat (Conesa) - 2.jpg Foto: Angela LLop via Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0

Ein Ort mit mittelalterlichem Grundriss

Conesa zeigt sein historisches Gesicht besonders deutlich im Ortskern: Der historische Ortskern wurde 2011 von der Generalitat de Catalunya als Kulturgut von nationalem Interesse, auf Katalanisch Bé Cultural d’Interès Nacional, erklärt. Das mittelalterliche Conesa ist von einer Wehrmauer mit zwei Portalen umschlossen. Auch der Siedlungsgrundriss erzählt von dieser Vergangenheit. Die mittelalterliche Siedlung folgt einem kreisförmigen Modell entlang der Höhenlinien, während die Burg am höchsten Punkt liegt. So entsteht ein Ortsbild, in dem Mauer, Topografie und historische Bebauung eng zusammengehören.

Kirchen, Portale und historische Spuren

Zu den markanten Bauwerken gehört die Kirche Santa Maria, ein gotischer Bau aus den Jahren 1335 bis 1347. Ihr Portal de Santa Maria stammt aus dem 14. Jahrhundert und wurde in die Stadtmauer zwischen den Türmen del Gomà und del Ferrer eingebaut. Der Turm del Ferrer wurde abgerissen. Eine andere zeitliche Schicht repräsentiert die Kirche Sant Pere: Der romanische Bau aus dem späten 12. Jahrhundert steht auf einem kleinen Hügel und wurde 1977 zum historisch-künstlerischen Denkmal erklärt. Die Ermita de Sant Antoni wurde als Kirche errichtet und diente offenbar in Zeiten von Infektionskrankheiten als Krankenhaus; ein Dokument aus dem Jahr 1297 erwähnt sie bereits. Auch der ehemalige gemeinschaftliche Brotbackofen Forn de Pa – Ajuntament gehört zu den historischen Spuren von Conesa. In dem kleinen Museum werden Alltagswerkzeuge aus dem vergangenen Jahrhundert bewahrt. Der Ofen war bis 1924 in Betrieb und verweist damit auf einen abgeschlossenen Abschnitt des örtlichen Alltagslebens.

Zwischen Bächen, Wäldern und Wanderwegen

Die Landschaft setzt einen eigenen Akzent neben dem geschlossenen Ortskern. Conesa liegt zwischen zwei Bächen, deren Wasser in Richtung des Vall del Corb fließt. In der Umgebung gibt es Wälder mit Kiefern, Eichen, Buchen und Ahornbäumen. Daneben liegt Conesa neben dem Naturraum Espai Natural de les Obagues del Riu Corb (EPN). Für aktive Tage verfügt das Gemeindegebiet über mehrere Routen zum Wandern und Mountainbiken. Der Camí d’hivern de Conesa führt zu den Überresten der ehemaligen Siedlung Torlanda durch bewaldete Gebiete und landwirtschaftlich genutzte Felder. Dadurch verbindet dieser Weg Landschaft und eine historische Siedlungsspur in einem konkreten Verlauf.

Termine im Jahreskalender

Auch der jährliche Kalender von Conesa greift örtliche Traditionen und Bewegung im Freien auf. Im April umfasst er ein gemeinschaftliches Cassola-de-tros-Essen. Der Mercat Vell de Conesa ist für den ersten Samstag im August vorgesehen. Für den letzten Sonntag im September sind ein Berglauf und eine beliebte Wanderung eingetragen.

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