Camp-Redó: Templer-Erbe, Kirchenkunst und Ebrodelta
Zwischen Templer-Erbe und Ebrodelta
Camp-Redó (Campredó) ist ein Ziel für Reisende, die ihren Aufenthalt nicht auf eine einzelne Sehenswürdigkeit reduzieren möchten. Mittelalterliches Erbe, Kunst in der Kirche und Wege durch die Landschaft geben dem Ort mehrere unterscheidbare Anknüpfungspunkte. Für Sie lässt sich die Ortswahl damit nach dem gewünschten Rhythmus ordnen: Geschichte und Baukultur, eine landschaftlich geprägte Route oder die Verbindung beider Perspektiven.
Baugeschichte und Kunst im Ort
Die Casa del Prat wurde Mitte des 13. Jahrhunderts errichtet. Von dort aus verwaltete der Comanador del Prat die für die Viehzucht wertvollen Gebiete. Wer sich für die Geschichte von Verwaltung und Viehzucht interessiert, findet hier einen präzisen Bezug zur Geschichte des Ortes.
In der Kirche von Campredó sind zwei sehr unterschiedliche Kunstwerke zu sehen. Sie besitzt farbige Glasfenster, die Domènech Fita i Molat entworfen und gefertigt hat. Außerdem beherbergt sie ein dreiteiliges Retabel von Joan Rebull, das das Letzte Abendmahl vor dem Hintergrund des Templerturms von Campredó darstellt. Diese Verbindung aus farbigem Glas, sakraler Darstellung und dem Motiv des Templerturms gibt kulturinteressierten Besuchern einen konkreten Anlass, zwischen unterschiedlichen Formen der Kunstbetrachtung zu unterscheiden.
Die Torre de Font de Quinto ist eines der repräsentativsten Elemente des mittelalterlichen Kulturerbes von Campredó. Sie entstand im Mittelalter zwischen dem 13. und 14. Jahrhundert und steht mit dem Templer-Erbe von Campredó in Verbindung. Wer Baugeschichte nicht isoliert betrachten möchte, findet hier einen Ort, an dem Datierung, mittelalterliches Erbe und das Templer-Erbe zusammenlaufen.
Orientierung an der Torre
Für Ihre Planung ist die Besuchssituation an der Torre wichtig: Für das Innere gibt es keine regelmäßigen, dauerhaft geltenden freien Besuchszeiten. Der übliche Besuch konzentriert sich auf das Äußere der Torre und die Informationselemente in ihrer Umgebung.
Der Camí Natural de Tortosa, l’Aldea, Deltebre verläuft durch das Gemeindegebiet von Campredó und bietet einen ausgeschilderten Zugang zur Torre. Dadurch können Sie eine Besichtigung der Torre mit einem Wegabschnitt verbinden.
Rundroute durch Reisfelder und Delta-Landschaft
Die Torres de Campredó sind eine Rundroute von der Torre de Fontdequinto zur Ermita de Solicrú und zu einem geodätischen Punkt mit Blick auf das Ebrodelta. Die Strecke erweitert den Blick vom einzelnen Turm auf mehrere unterschiedliche Punkte und rückt die Landschaft neben den Bauwerken in den Vordergrund. Der letzte Abschnitt führt durch ausgedehnte Reisfelder und vermittelt eine ländliche Landschaft des Ebrodeltas. Das ist besonders interessant, wenn Sie bei der Wahl Ihres Reiseziels Kultur nicht gegen Landschaft ausspielen, sondern beides in einer Route erleben möchten.
Die Ermita de Solicrú und ihre besonderen Öffnungen
Die Ermita de Solicrú befindet sich im Mas de la Missa auf einem Privatgrundstück. Ihr Inneres wird zu bestimmten Anlässen geöffnet, insbesondere anlässlich der Diada de Solicrú. Die Diada de Solicrú wird seit 2002 als Begegnungstag im Zusammenhang mit der Ermita gefeiert. Für Ihre Orientierung vor Ort sind die Lage auf Privatgrund und die anlassbezogene Öffnung daher wichtig.
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