Bonastre: Wege, Landschaft und Ortsgeschichte

File:Casa Fontanilles (Bonastre). Esgrafiats.jpg File:Casa Fontanilles (Bonastre). Esgrafiats.jpg Foto: Profrob via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Bonastre lässt sich über Landschaft, Wege und Ortsgeschichte entdecken. Das Massís de Bonastre ist ein ausgedehntes Gebiet mit niedrigen Bergen zwischen den Ebenen von Alt Camp und Baix Penedès. Waldflächen und traditionelle mediterrane Baumkulturen prägen dieses Umfeld; zum Landschaftserbe von Bonastre gehören außerdem Trockensteinbauten, Bereiche mit biologischer Vielfalt und Stollen ehemaliger Bergbauaktivitäten.

Landschaft zwischen zwei Ebenen

Im Natura-2000-Netz ist das Massís de Bonastre sowohl als ZEPA als auch als LIC unter dem Code ES5140014 ausgewiesen; es umfasst 2.680,29 ha. Der östliche Abschnitt von Bonastresc führt in das PEIN-Gebiet Massís de Bonastre. Dieses gehört zum Natura-2000-Netz, weil es als Nistgebiet des Habichtsadlers (Aquila fasciata) dient.

Wanderwege mit unterschiedlichen Profilen

Eine lineare Wanderung mit niedrigem Schwierigkeitsgrad führt von Bonastre zum 318 m hohen Gipfel La Mola. Der Camí de La Pobla ist ein GR-92-Wanderweg, der Bonastre über La Gavatxa und Mas Gibert mit La Pobla de Montornès verbindet. Die Ruta de la Pedra Seca ist eine 7,02 km lange Rundroute mit 102 m Höhenunterschied und mittlerem Schwierigkeitsgrad. Sie führt durch das Umland von Bonastre und zeigt dabei Trockensteinhütten zwischen dem Weinkeller Calç Lluisot, der Masia dels Plans, els Golfes und Bargalló.

Für eine längere Runde steht Bonastresc: Die Route ist 18,2 km lang, verläuft als Rundroute und erschließt die landschaftliche Vielfalt des Massís de Bonastre. Die Bonastre ruta poètica führt als etwa 4 km lange, leichte Wanderung von Bonastre zur Font del Pastorell. Nach dem Verlassen von Bonastre und dem Aufstieg zum Kamm verbindet sich der Camí de la Serra de les Creus mit Bonastresc; dort gilt die Aussicht als weit.

Architektur und Ortsgeschichte

Auch die Baugeschichte gibt dem Ort markante Bezugspunkte. Die Pfarrkirche Santa Magdalena in Bonastre wurde zwischen 1941 und 1945 vom modernistischen Architekten Josep M. Jujol restauriert; das Taufbecken und der Tabernakel werden ihm zugeschrieben. Cal Ferrer gilt als das älteste Haus von Bonastre und ist auch als Casa del Delme bekannt, weil dort die für das Kloster Sant Cugat bestimmten Zehnten eingezogen wurden. Cal Fontanilles besitzt auf das Jahr 1853 datierte Sgraffiti mit Girlanden, Friesen und klassischen Säulen, einer Jagdszene im unteren Bereich sowie den Wappen Kataloniens und Bonastres.

Quellen und Festtage

Für die Orientierung im Ort sind zwei öffentliche Quellen benannt: Die Font de Santa Magdalena liegt nahe der Kirche und an der Straße TV-2041. Die Font de Santa Quitèria befindet sich an der Carrer Major zwischen den Carrers del Mig und Jesús.

Am 22. Mai findet in Bonastre die Festa Major Petita zu Santa Quitèria statt. Am 23. Juni kommt die Flama del Canigó in Bonastre an, und am selben Tag wird die Revetlla de Sant Joan gefeiert.

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