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Ultramort: Romanische Kirche und historische Herrenhäuser

Unterkünfte in Ultramort

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Historische Spuren in Ultramort

Ultramort verbindet eine seit dem Mittelalter belegte Ortsgeschichte mit einzelnen Bauwerken, an denen sich verschiedene Epochen ablesen lassen. Seit 1046 ist der Ort unter dem Namen ULTRAMORTE urkundlich belegt. 1316 wurde Ultramort Teil des Gebiets der Burg Rupià, die damals den Bischöfen von Girona gehörte. Die historische Orientierung reicht damit weit über einzelne Gebäude hinaus.

File:2 Castell de Finestres (Ultramort) - Baix Empordà.jpg File:2 Castell de Finestres (Ultramort) - Baix Empordà.jpg Foto: Carme Colomer via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Ein zentraler Bezugspunkt ist Mas Castell de Gleu o de Finestres. Das Herrenhaus aus dem 16. und 17. Jahrhundert wurde auf der früheren Burg Gleu und Finestres errichtet. Mas Castell de Gleu o de Finestres bewahrt einen zentralen zylindrischen Befestigungsturm sowie einen Teil eines weiteren rechteckigen Turms. Die Verbindung von Herrenhaus und Befestigungselementen bildet einen klar umrissenen historischen Schwerpunkt in Ultramort.

Die Anlage Mas Castell de Gleu o de Finestres wurde 1985 als Kulturgut von kulturellem Interesse ausgewiesen und ist heute ein Kulturgut von nationalem Interesse. Diese Einstufung gehört ebenso zur Geschichte des Bauwerks wie seine erhaltenen Türme und seine Entstehung auf der früheren Burganlage.

Auch Mas Davesa bewahrt markante historische Details. Das Gebäude besitzt eine Fassade aus dem 16. Jahrhundert mit Inschriften aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Im oberen Bereich befindet sich ein gotisches Fenster mit Arabeskenornamentik. Fassade, Inschriften und Fenster zeigen unterschiedliche Zeitschichten an einem einzelnen Bauwerk und ergänzen die historische Baugeschichte des Ortes.

Mas Pagès ist ein befestigtes Herrenhaus aus dem 17. Jahrhundert. Dort ist außerdem ein teilweise erhaltenes älteres Zwillingsfenster gotisch-renaissancezeitlichen Typs bewahrt. Das Fenster setzt einen architektonischen Akzent, der über die reine Einordnung als Herrenhaus hinausweist und eine weitere Epoche in Ultramorts Baugeschichte sichtbar macht.

Zur sakralen Architektur gehört die Església de Santa Eulàlia. Sie gilt als Beispiel für einen schlichten romanischen Stil mit zisterziensischem Einfluss. Zusammen mit den Herrenhäusern Mas Castell de Gleu o de Finestres, Mas Davesa und Mas Pagès entsteht so ein vielfältiges Bild aus Wehrarchitektur, profanen Bauten und romanischer Kirchenkunst.

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Am Fluss Ter und durch das Dorf

Am nördlichen Rand des Gemeindegebiets von Ultramort reicht das Land bis an den Fluss Ter; bei Regenzeiten kommt es dort weiterhin leicht zu Überschwemmungen. Im Norden des Dorfs erstrecken sich außerdem zwei lange Vorstadtbereiche. Ihre Namen – Carrer de Torroella und Carrer de Figueres – weisen auf die Richtung zweier alter Wege hin. Landschaft und Ortsstruktur bieten damit zwei unterschiedliche Orientierungsebenen.

Die Radroute „El Ter: caminos de agua“ führt durch Ultramort. Sie begleitet den Lauf des Flusses Ter und macht wasserbauliches Erbe wie Bewässerungsgräben, Wehre und Mühlen erlebbar. Damit verbindet die Route den Ort mit dem Flusslauf und mit den technischen Spuren, die entlang des Ter erhalten und thematisch erfahrbar sind. Unterschiedliche historische Schauplätze und die Route eröffnen zwei Perspektiven auf Ultramort: die Baugeschichte im Dorf und das wasserbauliche Erbe am Fluss.

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