Campelles: Geschichte, Berglandschaft und Feste
Unterkünfte in Campelles
Campelles verbindet mittelalterliche Wehrarchitektur, romanische Sakralgeschichte und Berglandschaft mit Festen im Ort. Die Torre de Campelles ist ein mittelalterlicher befestigter Turm und seit dem 11. Jahrhundert urkundlich belegt. Archäologische Untersuchungen stellten an ihr Bau- und Nutzungsphasen vom 14. bis zum 19. Jahrhundert fest. Die restaurierte Torre de Campelles kann über eine Rampe bestiegen werden. Damit stehen an einem Ort sowohl die lange Geschichte des Bauwerks als auch seine späteren Veränderungen im Mittelpunkt.
File:Campelles i la serra de Mogrony des del costat sud del Taga P1150525.JPG
Foto: Pere López via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
Geschichte
Die Església de Sant Martí de Campelles wurde vor etwa 1.000 Jahren gegründet und war ab dem 13. Jahrhundert befestigt. Um das Jahr 1000 war sie ein romanischer Bau mit einem einzigen Altar, einem Turm und einem Glockenturm. Nach einem Brand, den französische Truppen während des Guerra Gran (1793–1795) verursacht hatten, wurde die Kirche umgebaut und 1799 erneut eingeweiht. Ihre Baugeschichte reicht damit von der romanischen Anlage über die Befestigung bis zu dem späteren Wiederaufbau.
Bei El Baell in Campelles steht die Capella de Sant Bartomeu del Baell. Die Kirche wurde 1772 errichtet und ist 40 Quadratmeter groß. Zusammen mit Sant Martí und der Torre bildet sie ein dichtes Gefüge verschiedener religiöser und militärischer Bauformen. Kulturinteressierte finden hier deshalb nicht nur ein einzelnes historisches Gebäude, sondern mehrere konkrete Zeugnisse mit unterschiedlichen Entstehungszeiten.
Natur
Zu den markanten Landschaftselementen gehören die Les Coves de Ribes. Dabei handelt es sich um tiefe natürliche Hohlräume in einer engen Schlucht, die sich zur Vall de Ribes öffnet. Von Campelles aus bietet sich ein Blick über praktisch die gesamte Vall de Ribes. Die Hohlräume, die Schlucht und der weite Blick geben der Landschaft unterschiedliche Formen und Perspektiven.
Auch zwei unbewirtschaftete Schutzhütten gehören zum Bergraum von Campelles: Das Refugi de Pla de Prats liegt im Wald von Campelles auf 1.559 Metern Höhe. Das Refugi de la Covil befindet sich am Fuß des Berges Covil auf 1.770 Metern Höhe. Beide Hütten stehen an unterschiedlichen Punkten des Bergraums, während Wald, Bergfuß und die Höhenangaben den Charakter der jeweiligen Umgebung bestimmen.
Feste
Die Festa Major de Campelles findet zu Pfingsten statt. Die Festa de Sant Martí ist das kleine Ortsfest von Campelles. Zu ihr gehören eine Festansprache, Glockengeläut, ein Botifarra-Wettbewerb, Aktivitäten für Kinder und weitere Freizeitangebote, ein gemeinsames Abendessen, Tanz und eine feierliche Messe. Ortsfeste, Sakralbauten und die mittelalterliche Torre geben Campelles dabei unterschiedliche historische und gesellschaftliche Akzente. Besonders die Verbindung von Ansprache, religiösen Elementen, Wettbewerb und gemeinsamem Abendessen prägt die genannte Festfolge.
Routen
Die Route De Campelles a Sant Antoni i els miradors de Ribes führt zur Ermita de Sant Antoni und zu zwei Aussichtspunkten mit Blick über die Vall de Ribes. Die Route Campelles-la Covil-Campelles führt durch den schattigen Abschnitt der Montgrony-Bergkette. Bei der Hütte auf der Wiese von Pla de Prats umfasst sie eine Freizeitanlage zum Ausruhen. So stehen bei den beschriebenen Wegen sowohl Aussichtspunkte und eine Kapelle als auch ein schattiger Bergkettenabschnitt und die Anlage bei Pla de Prats im Zentrum.
Weitere Reiseziele sind Les Olives, Llers, Sant Pau De Seguries, Els Hostalets D'en Bas, Vilopriu, Torroella De Montgri, Susqueda und Pau.
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