Ullà entdecken: Kultur, Wege und Landschaft
Unterkünfte in Ullà
Ullà liegt im Parc Natural del Montgrí, les Illes Medes i el Baix Ter und verbindet geschichtliche Spuren mit Wegen durch die Ebene und dem markanten Montgrí-Massiv. Die Muntanya d’Ullà ist ein 307,9 Meter hoher Gipfel dieses Massivs. Damit verbindet Ullà sakrale Architektur, einen großen Bauernhof, schmale Gassen, Zeugnisse des Spanischen Bürgerkriegs und eine Landschaft, die bis an den Fluss Ter heranführt.
Kirche, Bauernhof und literarische Spuren
Santa Maria d’Ullà wurde 1804 geweiht und ersetzte Sant Andreu als Pfarrkirche. Die Kirche ist neoklassizistisch gestaltet, besitzt einen kreuzförmigen Grundriss und eine große Kuppel über dem Querschiff. Einen anderen Akzent setzt Mas Xiquet, ein großer Bauernhof mit zwei Arkadengalerien am höchsten Punkt von Ullà. Der Ort ist zudem mit der katalanischen Schriftstellerin Víctor Català verbunden: Ihre Aufenthalte im Mas Xiquet und ihre Kenntnis des Montgrí-Massivs inspirierten den modernistischen Roman Solitud aus dem Jahr 1905. So stehen in Ullà Baugeschichte, Ortslage und Literatur in einem konkreten Zusammenhang.
Auf dem Rundweg durch die Ebene
Der Rundweg durch die Ebene von Ullà und zur Ter-Schleuse führt durch Apfelplantagen und nähert sich dem Fluss Ter. Zu seinen markanten Stationen gehört La Resclosa, die 1679 erbaut wurde. Der Weg führt außerdem an einem kleinen Luftschutzbunker aus dem Spanischen Bürgerkrieg vorbei, der nahe der Kontrollhütte des Flugplatzes liegt. Wer mit dem Auto zum Ort kommt, findet am Kreisverkehr von Ullà an der C-31 neben dem Carrer Major kostenlose Parkplätze für mehr als 30 Fahrzeuge. Diese Punkte geben dem Weg eine klare Abfolge aus Landschaft, Wasserbau und jüngerer Geschichte, ohne dass die einzelnen Stationen ihre eigene Bedeutung verlieren.
Gassen, Ortskern und frühe Menschheitsgeschichte
Auch innerhalb von Ullà lassen sich historische Bezüge an konkreten Orten ablesen. Das Portal am Carrer de la Muntanya war wahrscheinlich eines der Tore des mittelalterlichen befestigten Ortskerns. Der Carrer Jeroni Pujol ist eine schmale, gewundene Gasse, die den Carrer Major mit dem Carrer de Sant Antoni verbindet; der Großteil der Häuser wurde im 17. Jahrhundert errichtet. Die heutige Gestaltung des Font-d’Ullà-Platzes könnte aus dem 15. oder 16. Jahrhundert stammen. Noch weiter zurück reichen die Funde im Cau del Duc d’Ullà und an weiteren Fundstellen in den Bergen: Dort wurden prähistorische Werkzeuge und Überreste von Tieren gefunden, die Homo heidelbergensis gejagt hatte; diese Menschen hielten sich dort zeitweise auf. Ullà bietet damit Motive aus mehreren Epochen, vom prähistorischen Aufenthalt über den befestigten Ortskern bis zur Kirche des 19. Jahrhunderts.
Weitere Ziele
Maçanet De La Selva, Sant Feliu De Pallerols, Albanyà, Hostalric, Garriguella, Flaçà, Castellfollit De La Roca und Fontcoberta
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Girona.