Torroella De Fluvià: Kirchen, Flusslandschaft und historische Spuren

Kultur zwischen Kirche und Ortsgeschichte

Torroella De Fluvià verbindet markante Sakralbauten mit Spuren der mittelalterlichen Ortsgeschichte. Sant Tomàs de Fluvià ist ein kleines Kloster mit dem Status eines Benediktinerpriorats und rechtlich als Kulturgut von nationalem Interesse in der Kategorie historisches Denkmal eingestuft. La Força ist eine ehemalige mittelalterliche Ummauerung im Alt Empordà. Die beiden Orte stehen für unterschiedliche historische Ebenen: ein kirchliches Denkmal und eine ehemalige Befestigung.

Die Kirche Sant Tomàs ist romanisch und stammt aus dem 11. Jahrhundert. Vermutlich wurde sie über den Resten einer Kapelle aus dem 7. oder 8. Jahrhundert an einem Ort errichtet, an dem sich zuvor eine römische Villa befand. Das malerische Ensemble wurde unter Beteiligung der für das Kulturerbe zuständigen Generalitat-Behörde konserviert und restauriert und anschließend nach Sant Tomàs zurückgebracht. Die Baugeschichte reicht damit von der vermuteten Vorgeschichte bis zur romanischen Kirche des 11. Jahrhunderts.

Innenraumbesichtigungen von Sant Tomàs de Fluvià werden über das Rathaus von Torroella de Fluvià vereinbart; als Bürozeiten sind montags bis freitags von 9:30 bis 14:00 Uhr angegeben.

Romanische Bauformen und besondere Details

Im Viertel La Vila am östlichen Ortsrand der Siedlung liegt Sant Cebrià de Torroella de Fluvià. Die einschiffige romanische Kirche besitzt eine halbrunde Apsis und ein Portal mit drei abgestuften Rundbogen. Der Turm von Ca l’Albanyà ist ein quadratischer befestigter Baurest am südlichen Ortsrand von Torroella de Fluvià. Can Sopa besitzt eine flach gewölbte Brücke, die die Straße überquert und die beiden Gebäudeteile des Hauses miteinander verbindet.

Für die weitere Ortsauswahl können Sie außerdem Vilacolum aufrufen. Dort ist die heutige Kirche Sant Esteve ein einschiffiger Bau des 18. Jahrhunderts mit Seitenkapellen und polygonaler Apsis.

Zu Fuß oder mit dem Fahrrad an den Fluvià

Der etwa 10 Kilometer lange lineare Itinerar Torroella de Fluvià–Gola del Fluvià kann ganzjährig zu Fuß begangen oder mit dem Fahrrad befahren werden. Er beginnt am südlichen Ortseingang an einem Kreisverkehr, von dem die stillgelegte C-31 abzweigt. Im ersten Abschnitt folgt der Weg einem gut erhaltenen Uferwald; dort lassen sich unter anderem Spechte, Pirolen und Nachtigallen beobachten und die Rufe des Eisvogels hören.

Nahe dem Fluss Fluvià liegt der Bosque de Ribera Illa Albanyà, ein etwa 35.000 Quadratmeter großer Uferwald. Zu ihm gehören ältere Bauwerke wie ein Waschhaus und ein Brunnen sowie weitere kleine Bauwerke. Daneben liegen Teiche, die aus früherem Kiesabbau hervorgegangen sind. Wege dienen der Interpretation und Aufwertung des Natur- und Kulturerbes.

Der Itinerar führt außerdem zu einer 34 Hektar großen, 2014 wiederhergestellten Lagune mit zentraler Insel, zu der eine Passerelle führt. Ein Rundweg und eine erhöhte Beobachtungsstation gehören ebenfalls zu diesem Ziel. Das Lagunengebiet gehört zum Natura-Netzwerk; je nach Jahreszeit bieten sich Beobachtungsmöglichkeiten für Stockenten, Graureiher und Seidenreiher. So verbindet die Route einen linearen Verlauf mit einem Rundweg am Zielpunkt, ohne den Wegtyp des Itinerars zu verändern.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Girona.

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