Ripoll: Klosterkultur, Handwerk und Wege
Unterkünfte in Ripoll
Für einen Urlaub in Ripoll können Sie Klosterkultur und Wege für Fuß- und Fahrradtouren als unterschiedliche Schwerpunkte betrachten; welche Kombination im Vordergrund steht, hängt von den persönlichen Reiseinteressen ab.
Kultur
Das Monestir de Santa Maria de Ripoll wurde 879 von Graf Guifré el Pelós gegründet. Die Portalada des Monestir de Santa Maria de Ripoll stammt aus dem 12. Jahrhundert und zählt zu den bedeutenden skulpturalen Werken der europäischen Romanik. Das Monestir ist für Besichtigungen geöffnet; die Església de Sant Pere wurde 890 als Pfarrkirche geweiht.
Das Scriptorium de Ripoll ist eine interaktive Dauerausstellung über die Produktion und das Kopieren von Manuskripten im Monestir de Santa Maria de Ripoll im 10. bis 12. Jahrhundert. Sie können dort lernen, Pergament herzustellen, eine Gänsefeder zum Schreiben vorzubereiten und einen mittelalterlichen Kodex zu binden; anschließend können Sie selbst die Rolle eines Kopisten erproben. Außerdem finden im Scriptorium de Ripoll Kurse in Kalligrafie und Paläografie sowie Kulturprogramme zur mittelalterlichen Welt statt.
Handwerk
La Farga Palau de Ripoll wurde im 17. Jahrhundert als Eisenhütte gegründet, war fünf Jahrhunderte lang in Betrieb und schloss 1978. Im Erdgeschoss bewahrt sie Wassertrompen, Hämmer, einen Kohlenlagerraum, einen Ofen und eine Esse. Die Herstellung tragbarer Feuerwaffen war in Ripoll im 17. und 18. Jahrhundert aufgrund ihrer Menge und Qualität eine der angesehensten und bedeutendsten Industrien der Stadt. Die Dauerausstellung des Museu Etnogràfic de Ripoll umfasst Sammlungen zur Schafhaltung und zur Landwirtschaft.
Wege
In Ripoll gibt es vier ausgeschilderte Routen zu vier Aussichtspunkten, die die natürliche Umgebung der Stadt erschließen und Ausblicke auf den Ortskern von den ihn umgebenden Anhöhen bieten. Die Route Camí de Ronda wurde nach dem Vorbild eines im Museu Etnogràfic de Ripoll vorhandenen Modells gestaltet, das auf Quellen aus dem 17. Jahrhundert beruht. Zum Netz der Vies Verdes gehört eine für Fuß- und Fahrradtouren geeignete Strecke; sie folgt der Trasse der ehemaligen Bahnlinie Ripoll–Sant Joan de les Abadesses (Toralles).
Traditionen
Eine vom Centre d’Iniciatives i Turisme (CIT) organisierte Veranstaltung findet Mitte Mai statt und soll die überlieferten Bräuche der Schafschur sowie eine traditionelle bäuerliche Hochzeit wiederaufleben lassen. Das Arxiu Museu Folklòric de Ripoll wurde 1929 gegründet, in den Dachräumen der ehemaligen Església de Sant Pere eingerichtet und war das erste ethnografische Museum Kataloniens.
Weitere Ziele zum Kennenlernen: Santa Pau, Sarriá De Ter, Figueres, Pontós, Ger, Les Pereres, Sant Pere Pescador und Vilanant.
Besichtigung
La Farga Palau de Ripoll kann im Rahmen eines selbstständigen Besuchs besichtigt werden. Die Eintrittskarten werden im Museu Etnogràfic de Ripoll ausgegeben; dort erhalten Sie auch den Zugangscode.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Girona.