Isòvol zwischen Badlands und Romanik
Unterkünfte in Isòvol
Isòvol verbindet eine farbige, aride Landschaft mit historischen Kirchen und einem wiederkehrenden Gemeinschaftsfest. Zwischen tief eingeschnittenen Rinnen, ehemaligen Marmorbrüchen und romanischen Bauwerken entsteht ein Reiseziel, das Naturbeobachtung, Bewegung und Kultur auf engem thematischem Raum zusammenführt. Wer Spanien abseits austauschbarer Urlaubsmotive kennenlernen möchte, findet hier konkrete Anknüpfungspunkte für ruhige Entdeckungstage.
Badlands, Wege und geschützter Naturraum
Die Guilleteres d’Isòvol erreicht man zu Fuß oder mit dem Fahrrad über einen etwa einen Kilometer langen, sehr angenehmen Weg von der Plaça Major in All. Die als Les Guilleteres, Esterregalls, Estorregalls und Badlands bezeichnete aride Zone ist von gelben, ockerfarbenen und rötlichen Tönen geprägt. Tiefe, enge Rinnen und Kanäle durchziehen die Landschaft; geschaffen wurden sie vom Fluss Segre. Dadurch lässt sich die geologische Eigenart nicht nur als Landschaftsbild, sondern auch entlang eines kurzen Weges wahrnehmen.
In einem geschützten Naturraum bei Isòvol sind Wanderungen möglich. Ein Aussichtspunkt liegt in einem ehemaligen Steinbruch für den für Isòvol typischen rosa Marmor. Auch eine Route verläuft vollständig durch das EINS Tossals d’Isòvol i Olopte. Diese beiden Formen der Erkundung setzen unterschiedliche Akzente: Hier steht der Blick in einen ehemaligen Abbauort im Mittelpunkt, dort der durchgehende Verlauf durch das bezeichnete EINS.
Wallfahrtsgeschichte und Kirchenbau
Santa Maria de Quadres war über viele Jahrhunderte ein verehrtes Heiligtum und ein Wallfahrtsort. Im 13. und 14. Jahrhundert war sie als Domus hospitalis de Santa Maria de Cadris bekannt, eine Hospital- beziehungsweise Spitalkapelle für Pilger und Reisende, die vom Coll de la Perxa nach La Seu d’Urgell unterwegs waren und dem Jakobsweg folgten. Zum festlichen Brauchtum gehört das Aplec de Quadres: Es findet jeden zweiten Sonntag im September statt und umfasst eine Messe sowie ein gemeinschaftliches Mittagessen.
Sant Miquel d’Isòvol war eine ehemalige Pfarrkirche romanischen Ursprungs aus dem 13. Jahrhundert; sie wurde durch das heutige neoromanische Gebäude ersetzt. Die heutige Kirche hat ein einschiffiges Langhaus, eine nach Osten ausgerichtete Apsis und einen nach Süden ausgerichteten Eingang. Sie ist aus lokalem Stein gebaut und enthält Blöcke aus rosa Marmor, der am Tossal d’Isòvol gewonnen wurde.
Mit Olopte kommt ein weiterer Ort romanischer Baukunst in den Blick. Die Pfarrgemeinde von Sant Pere d’Olopte ist seit dem späten 10. Jahrhundert belegt; der heutige Tempel, der ursprünglich als Kapelle San Félix bekannt war, wurde zwischen dem 12. und 13. Jahrhundert errichtet. Sein romanisches Portal ist reich skulptiert und besteht aus fünf Archivolten, die rechteckige Formen mit Säulen und Torusbögen abwechseln. Die Apsis ruht auf einem mehr als drei Meter hohen Sockel, der dem Kirchenbau eine besonders schlanke Wirkung verleiht.
Weitere Ziele im selben Ortsverbund
Weitere Ziele im selben Ortsverbund: Riudellots De La Selva, Castelló D’empúries, Campdorà, Sant Joan De Les Abadesses, Ripoll, Foixà und Ullastret.
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