La Garriga: Thermalwasser, Modernisme und römische Spuren
Unterkünfte in La Garriga
Der Ortskern von La Garriga entstand rund um Thermalwasser, das mit einer Temperatur von über 60 °C austrat. Seit 2014 gehört das gesamte Gebiet von La Garriga zum Biosphärenreservat Montseny. Von diesem Ausgangspunkt führen die Spuren des Ortes zu modernistischer Architektur, römischer Geschichte, Wegen und Festen.
Weitere Ziele: Mataró, Santa Eulàlia De Ronçana, Campins, Collsacreu, Torrelles De Foix, L'ametlla Del Vallès, Monistrol De Montserrat und Can Cartró.
Kultur und Geschichte
Die Illa Raspall ist als Kulturgut von nationalem Interesse geschützt. Sie besteht aus vier Häusern: Casa Barbey, Torre Iris, Bombonera und Casa Barraquer. Manuel J. Raspall ließ sie zwischen 1910 und 1913 errichten. Can Raspall gilt als das erste Werk des Architekten Manuel J. Raspall und ist der Ausgangspunkt der modernistischen Routen von La Garriga. Im Gebäude können Sie das Erdgeschoss mit dem Prunksaal sowie die Dauerausstellung „Manuel J. Raspall y el Modernismo: dibujando la Garriga“ besichtigen.
Die römische Villa von Can Terrers ist ein Kulturgut von nationalem Interesse und veranschaulicht die Macht Roms vor 2.000 Jahren in La Garriga. Can Terrers gilt als eine der bedeutendsten ländlichen römischen Siedlungen Kataloniens. Auf dem Gelände können die warmen Bäder und die Räume besichtigt werden, die vor 2.000 Jahren von den römischen Besitzern genutzt wurden. Im Gebiet von Can Terrers gibt es außerdem eine Interpretationsstation zur Masia de Can Terrers und zur Kapelle Santa Maria del Camí.
La Doma umfasst die ehemalige Pfarrkirche, die Gebäude der Domeria und den alten Friedhof. Der älteste Teil der heutigen Kirche von La Doma ist das romanische Mittelschiff aus dem 12. Jahrhundert. Erhalten ist dort auch ein gotischer, dem heiligen Stephanus gewidmeter Flügelaltar aus dem späten 15. Jahrhundert. Die Kapelle Santa Maria del Camí bewahrt einen Grabstein für Quíxol beziehungsweise Quixilona, die Tochter von Guifré el Pilós. Sie entstand wahrscheinlich Ende des 12. oder Anfang des 13. Jahrhunderts neben dem Königsweg zwischen Barcelona und Vic. Die Kapelle ist privat und kann nur gelegentlich besichtigt werden.
Der befestigte Kern des Casal de Rosanes entstand im 12. oder 13. Jahrhundert und war zur bewaffneten Verteidigung vorbereitet. Auf dem Flugfeld von Rosanes wurde Anfang der 1930er-Jahre ein privates Flugfeld errichtet. 1937 besetzte die republikanische Armee während des Spanischen Bürgerkriegs das Flugfeld und errichtete daneben einen militärischen Flugplatz. Für das Flugfeld von Rosanes wird eine Führung mit Reservierung angeboten.
Der Luftschutzbunker am Bahnhof wurde 2006 zum ersten musealisierten Luftschutzbunker Kataloniens. Betreten werden kann er nur im Rahmen einer von zwei angebotenen Führungen. Das Teatro de la Garriga–El Patronat wurde zwischen 1924 und 1926 nach Plänen des Architekten Xavier Turull erbaut und ist derzeit der Veranstaltungsort für darstellende Künste in La Garriga.
Rundgänge und Wege
Das Centro de Visitantes ist die Touristeninformation für La Garriga und den Naturpark Montseny. Vom Besucherzentrum starten alle Rundgänge und Besichtigungen, bei denen man La Garriga und seine Geschichten kennenlernt. Dort bietet das Besucherzentrum auch Rundgänge zur Entdeckung des Kulturerbes an, die sich mit der Geschichte des Ortes sowie mit der Entwicklung seines Gebiets und Städtebaus befassen. Der Bahnhof La Garriga liegt an der R3-Nahverkehrslinie des Eisenbahnnetzes von Barcelona und ist zehn Gehminuten vom Besucherzentrum entfernt.
Auf der Plaça del Silenci gibt es eine Interpretationsstation zur Illa Raspall. Ein geführter Rundgang mit dem Titel „Villa termal y de veraneo“, auch Ruta Raspall genannt, startet am zweiten Samstag jedes Monats um 10 Uhr bei Can Raspall. Die örtlichen Wege weisen überwiegend einen mittleren oder niedrigen Schwierigkeitsgrad auf, sind mit dem Fahrrad befahrbar und meist Rundwege. Von La Garriga aus können Besucher anspruchsvolle Ausflüge in den Montseny zu Fuß oder mit dem Fahrrad unternehmen.
Thermaltradition und lokale Küche
Der heutige Pou Calent wurde 1872 erbaut und trägt weiterhin die Jahreszahl 1863, in der seine öffentliche Nutzung bestätigt wurde. Am Pou Calent wird heißes Wasser aus 65 Metern Tiefe mit einer Temperatur von 59 °C gewonnen. Thermalwasser und Baugeschichte treffen hier in einem konkreten Ort zusammen.
Um die Karnevalszeit veranstaltet La Garriga die Feria de la Botifarra. Sie soll den lokalen Handel und die Butifarra-Tradition des Ortes fördern. Die typischste Butifarra aus La Garriga ist gekocht und wird ausschließlich aus Fleisch, Speck, Salz und Pfeffer hergestellt. Örtliche Metzger stellen diese traditionelle Butifarra weiterhin ohne Konservierungs- oder Farbstoffe nach einer Methode aus der Mitte des 20. Jahrhunderts her.
Feste im öffentlichen Raum
Das Festa de Corpus wird in La Garriga kontinuierlich gefeiert; die erste schriftliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1816. Die Blumenteppiche des Festes werden jedes Jahr im öffentlichen Raum unter Beteiligung mehrerer Generationen neu gestaltet. 2015 wurden sie als Elemento Festivo Tradicional de Interés Nacional anerkannt.
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