Fígols: Romanik, Bergbaugeschichte und Dinosaurierspuren
Unterkünfte in Fígols
Fígols vereint romanische Bauwerke, Bergbaugeschichte und die paläontologische Fundstätte Fígols-Vallcebre de Fumanya. Sein Profil entsteht aus Sakralbauten, technischen Zeugnissen des Kohlebergbaus, einer überlieferten Arbeitsgeschichte und Dinosaurierspuren. Diese Themen begegnen in unterschiedlichen Formen: als Kirchen und Ruinen, als Infrastruktur und Grubenbahn, als Lied und als Fundstätte.
File:Torre del Comte de Fígols, Cercs, Berguedà.jpg
Foto: Angela Llop via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Weitere Ziele: Parets Del Vallès, Montcada, Castellar De N'hug, Lliçà de Vall, Tiana, Abrera, Premià De Mar, Castellbell I El Vilar
Kultur
Zu den ältesten religiösen Bauwerken in Fígols zählt Sant Miquel de Peguera. Trotz des ruinösen Zustands bewahrt die Kirche den Charakter einer einschiffigen romanischen Hochgebirgskirche. Das Castell de Peguera ist als Kulturgut von nationalem Interesse (BCIN) durch das Schutzdekret vom 22. April 1949 geschützt. Sant Mateu de Fumanya ist eine romanische Kirche im Weiler Fumanya. Die Route „Fígols i la vall de Fumanya“ hebt in Fígols außerdem die romanische Kirche Santa Cecília hervor, die aus dem 11. bis 12. Jahrhundert stammt. So stehen romanische Sakralarchitektur und ein ausdrücklich geschütztes Kulturgut in einem vielseitigen historischen Umfeld.
Überlieferung und Bergbau
Eine eigene Stimme der Regionalgeschichte ist die Cançó del Pegaire: Sie ist ein außergewöhnliches Beispiel katalanischer mündlicher Folklore und bewahrt die Erinnerung an den heute verschwundenen Beruf des pegaire. Ihr Text schildert, wie ein pegaire früh aufsteht, eine Axt nimmt und in den Wald geht, um Pech zum Abdichten von Gefäßen aus Ton oder Holz herzustellen. Die Folge aus Aufstehen, Axt, Wald und Pechherstellung gibt dem Lied eine klar umrissene Arbeitswelt.
In Peguera war der Transformatorenturm Teil der Infrastruktur, die die Bergarbeiterkolonie und die Anlagen zur Kohlegewinnung mit elektrischer Energie versorgte. Die Tramvia de Sang war die erste Grubenbahn im Berguedà und transportierte Kohle aus den Fígols-Minen nach Berga. Energieversorgung und Kohletransport erscheinen damit als zwei konkrete Seiten des Bergbaus.
Natur und Erdgeschichte
Die paläontologische Fundstätte Fígols-Vallcebre de Fumanya ist 65 Millionen Jahre alt, umfasst mehr als 38.000 m² und weist 3.500 Dinosaurierspuren auf. In der Ausstellung „Dinosaures Fumanya“ sind Dinosaurierknochen, Dinosauriereier und ein außergewöhnlicher fossiler Hautabdruck zu sehen; außerdem zeigt sie Darstellungen der Geologie und des Tagebaus. Geologie, Tagebau und Dinosaurierfunde gehören in Fumanya zu einem gemeinsamen Gelände- und Ausstellungsthema.
Die Ruta del Cretaci durchquert das Gelände von Fumanya über einen Steg, der Besucher zu zwei lebensgroßen Reproduktionen von Sauropoden führt. Die Font del Bullidor, auch Font de la Llet genannt, liegt nahe dem Weg zu den paläontologischen Fundstätten von Fumanya und diente Wanderern und Ausflüglern im Lauf der Jahre als Rastplatz.
Routen
Die Route „Fígols i la vall de Fumanya“ verlässt den GR 270 und folgt dem PR-C 73 in Richtung Fígols. An der Mundöffnung der Curro-Mine führt sie vorbei; die Mundöffnung veranschaulicht die Bergbaugeschichte der Gegend.
In der Umgebung von Fígols ermöglicht ein wiederhergestellter Abschnitt der Tramvia de Sang einen Spaziergang zwischen Sant Jordi de Cercs und Berga durch Waldgebiete, Tunnel und Fußgängerstege.
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