Pereruela: Töpferkunst, Duero-Landschaft und historische Wege
File:Puente de Sogo y calzada Mirandesa en el municipio de Pereruela, Zamora, España 11.jpg
Foto: Roinpa via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Pereruela spricht Reisende an, die Spanien zwischen Landschaft, lokaler Kultur und aktiven Tagen kennenlernen möchten. Der Ort verbindet Wege am Duero, eine ausgeprägte Töpfertradition, historische Bauwerke und regionale Küche. Besonders deutlich sind die Wechsel zwischen einer offenen Getreideebene, dem tief eingeschnittenen Arribe-Canyon und der Landschaft der Sayago-Hochebene. So bietet Pereruela mehrere unterschiedliche Blickwinkel auf denselben Aufenthalt.
Landschaft zwischen Ebene und Duero
Die Etappe 19 des Camino Natural del Duero führt bis nach Pereruela. Vor dem Erreichen des Ortes durchquert sie eine Ebene mit Getreideanbau. An den Grenzen des Gemeindegebiets beginnt am Duero der Arribe-Bereich: ein tiefer, vom Fluss eingeschnittener Canyon. Am Eingang des Gemeindegebiets verschwindet das Wasser im Einsturzbereich Los Hociles auf einer Länge von zweihundert Metern unter den Felsen. Für Spaziergänge und Wanderungen ergibt sich daraus ein Wechsel von weiter Agrarlandschaft und markantem Flussraum.
Bauwerke und Spuren der Vergangenheit
Auch die Bau- und Ortsgeschichte zeigt mehrere Zeitschichten. Die Iglesia de Santa Eufemia vereint romanische, gotische und Renaissance-Elemente. Die Puente de Sogo gilt wahrscheinlich als Brücke römischen Ursprungs und liegt unter der Straße, die Pereruela mit Fermoselle verband. Die Puente Potato wird als Brücke aus römischer Zeit bezeichnet. Los Castillos war eine spätrömische Siedlung im Arribe de Pereruela. Die Calzada Mirandesa in Pereruela ist in zwei Abschnitte geteilt. Häuser der traditionellen Architektur zeigen Hauptportale, Balkone und rückwärtige Tore für Wagen und Tiere.
Pereruela und die Töpferkunst
Die Töpferkultur zeigt sich in praktischen Gegenständen und eigenen Ausstellungsorten. Die traditionelle Töpferei von Pereruela stellt Kochkasserollen, Schmelztiegel und Öfen aus feuerfestem Ton her. Sie verwendet roten Ton aus der Lagerstätte Las Barreras, der mit Kaolin vermischt wird. Das Museo de Alfarería verfügt über eine Dauerausstellung und ist in der ehemaligen Kaserne der Guardia Civil eingerichtet. Das Centro de Interpretación del Barro beherbergt eine Dauerausstellung mit alten und zeitgenössischen Stücken aus Pereruela sowie mit Stücken aus anderen spanischen Töpferzentren.
Wandern und Radfahren
Der Wanderweg GR 14 Pereruela–Moral de Sayago ist 23,7 Kilometer lang (einfache Strecke) und folgt dem Verlauf einer ehemaligen Römerstraße durch die Senda del Duero. Der Wanderweg GR 14 Zamora–Pereruela ist 18,2 Kilometer lang (einfache Strecke) und führt durch die Landschaft der Sayago-Hochebene mit ausgedehnten Getreidefeldern und Viehweiden. Die Ruta cicloturista de Los Hociles de Pereruela beginnt an der Kirche von Pereruela und führt durch Dehesas und einzigartige geologische Formationen. Sie ist ungefähr 12 Kilometer lang und dauert mit dem Fahrrad bei gemütlichem Tempo ein bis zwei Stunden. Die Route wird als leicht eingestuft und für ein breites Publikum empfohlen.
Anreise
Pereruela ist mit dem Auto von Zamora über die CL-527 erreichbar und liegt 16 Kilometer von Zamora entfernt.
Regionale Küche und Traditionen
Zur Gastronomie von Pereruela und der comarca de Sayago gehören traditionelle Rezepte, die besonders in Tontöpfen zubereitet werden. La Vaca Antrueja ist eine 1986 wiederbelebte Tradition und wird am Karnevalssonntag begangen. Alfareruela ist mit dem letzten Samstag im August verbunden.
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