Muga de Sayago: Kirchen, Fresken und Landschaften
File:ERMITA DE FERNANDIEL. MUGA DE SAYAGO.JPG
Foto: Peñasdelaveiga via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
In Muga de Sayago steht die im 13. Jahrhundert erbaute Ermita de Nuestra Señora de Fernandiel, ein romanischer Bau. Ihre Fresken entstanden in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts; die Einsiedelei gilt als der einzige Tempel der Region Sayago, der alle seine Fresken vollständig erhalten hat.
Kultur
Auch die Iglesia de San Vicente Mártir entstand ursprünglich im romanischen Stil. Im Inneren bewahrt sie einige Schnitzwerke aus dem 17. Jahrhundert, außerdem einen Portikus und ein romanisches Portal. Die Straßen von Muga de Sayago haben ihren traditionellen Verlauf bewahrt. Zu den historischen Bauwerken gehört die Fuente del Toral, ein sehr gut erhaltenes Gebäude mit Tonnengewölbe und Satteldach.
Die Einsiedelei von Muga de Sayago ist in eine Kulturroute mit 16 Kirchen und Einsiedeleien eingebunden. Auf der Kulturroute gibt es vor Ort Videoguides mit angepassten Barrierefreiheitsfunktionen, Beschilderung und Faltblätter. In der Umgebung von Muga de Sayago liegen außerdem dokumentierte archäologische Überreste aus dem Paläolithikum, dem Neolithikum und der römischen Zeit.
Natur
Im Zusammenhang mit dem mediterranen Klima gilt die Landschaft von Muga de Sayago als reich an besonderer biologischer Vielfalt. In der näheren Umgebung liegen die Arribes del Duero; dort gibt es Möglichkeiten zum Spazierengehen und zur Landschaftsbetrachtung. Zur Vegetation rund um Muga de Sayago gehören Eichen, Steineichen und Wacholder. Die Strauchvegetation umfasst Zistrosen, Ginster, Besenginster und Thymian.
Zur Vogelwelt rund um Muga de Sayago gehören Geier, Schmutzgeier, Turmfalken, Adler und Falken. Außerdem kommen dort Füchse, Wölfe, Ginsterkatzen und Wildschweine vor.
Routen
Die Ruta por los arribes y molinos de Sayago ist eine 40,5 Kilometer lange Rundstrecke mit dem Fahrrad. Sie führt durch Muga de Sayago sowie durch Zafara, Fariza, Cozcurrita, Gamones und Monumenta. Die Radtour La Trilla y la Muga verläuft durch eine von Steineichen geprägte Dehesa-Landschaft mit Trockenmauern und Möglichkeiten zur Beobachtung vielfältiger Vogelarten. Sie ist ungefähr 25 bis 30 Kilometer lang und dauert mit dem Fahrrad etwa drei bis vier Stunden.
Entlang vieler Wege rund um Muga de Sayago stehen steinerne Kreuze, darunter eines auf dem kleinen Platz gegenüber der Kirche. Arbeiten mit Trockenmauerwerk sind eine in der Region Sayago verbreitete Handwerkstradition; die Technik ist von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe der Menschheit anerkannt.
Traditionen
Die Feier am Ostermontag in Muga de Sayago umfasst Gebete, ein gemeinsames Essen und traditionelle Tänze mit Dudelsack und Tamburin. Die traditionelle Wallfahrt „de la Pasquilla“ zu Ehren Unserer Lieben Frau von der Himmelfahrt wurde an einem Ostermontag wieder aufgenommen. Der Charro-Tanz gehört zu den folkloristischen Ausdrucksformen der Region Sayago.
In der Region Sayago findet am ersten Tag jedes Monats weiterhin ein Jahrmarkt statt, auf dem Kleidung und Schuhe angeboten werden. Handwerklich hergestellte Chorizo gehört zu den typischen Produkten der Region Sayago.
Von der Stadt Zamora aus gibt es nach vorheriger Reservierung bedarfsabhängige Busverbindungen nach Muga de Sayago.
Weitere Orte im selben übergeordneten Gebiet sind Losacino, Entrala, Villarino de Sanabria, Zamora, Monfarracinos, Cobreros, Ferreras de Arriba und Linarejos.
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