Tajueco: San Pedro, Töpferkunst und die Senda del Duero
File:Tajueco, Soria, España, 2017-05-26, DD 47.jpg
Foto: Diego Delso via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Tajueco ist touristisch vor allem für seine Töpferkunst bekannt. Der Weg nach Tajueco führt durch Harzkiefernwälder (Pinus pinaster), die weiterhin Harz produzieren. Zwei öffentliche Waldgebiete mit den Nummern 66 und 67 umgeben den Ort. Außerdem nimmt ein Teil des Natura-2000-Gebiets Riberas del Río Duero y afluentes Gebiet von Tajueco ein. So stehen im Ort und in seiner Umgebung Keramik, historische Bauwerke und eine deutlich bezeichnete Fluss- und Waldlandschaft nebeneinander.
San Pedro und die Töpferkunst
Die Pfarrkirche San Pedro ist das bedeutendste historisch-künstlerische Gebäude von Tajueco. Ihre Hauptkapelle ist eine gotische Kapelle, die vermutlich kurz vor 1430 errichtet wurde. In der Kirche bewahrt Tajueco außerdem eine winzige Kapelle des ersten romanischen Gotteshauses. Für Kulturinteressierte verbindet San Pedro daher mehrere Epochen innerhalb eines einzigen Bauwerks. Im Ort gibt es daneben eine kleine Einsiedelei namens Santo Cristo.
Die Kordelverzierung ist ein charakteristisches Motiv der Töpferwaren aus Tajueco. Der erste urkundlich bekannte örtliche Töpfer war „Sebastián el ollero“ im Jahr 1548. Die dokumentierte örtliche Töpfertradition reicht somit bis in das 16. Jahrhundert zurück. Wer sich für das Handwerk interessiert, findet in Tajueco nicht nur ein einzelnes Keramikmotiv, sondern auch einen historischen Bezug, der mit dem Ort selbst verbunden ist. Kirchenbauten, Keramik und religiöse Bräuche bilden dabei unterscheidbare kulturelle Themen.
Wälder und Wege im Gebiet von Tajueco
Der zu Tajueco gehörende Abschnitt des Camino Natural Senda del Duero verläuft von der Grenze zum Gemeindegebiet von Andaluz nahe der Quelle El Molinillo bis in die Nähe des Erholungsgebiets Fuente la Rana. Der Senda-del-Duero-Abschnitt von Tajueco gehört zur sechsten Etappe, die Andaluz und Gormaz verbindet.
Am rechten Ufer des Tajueco-Abschnitts der Senda del Duero sehen Wanderer Sabinen, Jabinos und Kiefern. In Tajueco ist außerdem eine markierte mykologische Route namens Valdealcón ausgewiesen. Der Flussabschnitt und die mykologische Route stehen für zwei verschiedene Wegthemen: Hier prägen Ufergehölze den Verlauf, dort verweist die eigene Bezeichnung auf die mykologische Route. Die Harzkiefernwälder auf dem Weg nach Tajueco und die beiden öffentlichen Waldgebiete mit den Nummern 66 und 67 ergänzen dieses Landschaftsbild.
Bräuche und Festtage
Das Cántico de las Ánimas findet in Tajueco am Abend des 1. November statt. Es gilt als einziges seiner Art in der Provinz Soria. Zum Fest des San Roque gehört die Weitergabe eines mit einer kleinen Heiligenfigur versehenen Stabes, der die Bezeichnung „la reliquia“ trägt. Diese Bräuche setzen einen eigenen zeitlichen und religiösen Akzent neben San Pedro, Santo Cristo und der langen Töpfertradition.
Weitere Ziele: Rioseco De Soria, Valdemaluque, Torremocha de Ayllón, Vinuesa, La Rasa, Espejón, Cubilla, Valdelagua del Cerro
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