Matute de la Sierra zwischen Romanik und Landschaft
Matute de la Sierra erschließt sich über romanische Baugeschichte, eine kleinteilige Landschaft und eine jüngere Ortsgeschichte der Wiederbelebung. Für Besucherinnen und Besucher, die auf einer Spanienreise auch ländlich geprägte Kulturorte kennenlernen möchten, liegen die konkreten Anknüpfungspunkte in Santa Coloma, am Cerro de San Juan und am Verlauf des Zarranzano.
Santa Coloma und ihre Baugeschichte
Die Kirche Santa Coloma in Matute de la Sierra ist eine romanische Kirche. Errichtet wurde sie in den letzten Jahren des 12. Jahrhunderts. Spätere Umbauten und Anbauten veränderten die ursprüngliche Bausubstanz nur geringfügig. Die Datierung der Kirche und des Taufbeckens verweist in beiden Fällen auf das 12. Jahrhundert.
Die Kirche Santa Coloma enthält außerdem ein romanisches Taufbecken aus dem 12. Jahrhundert. Sie liegt südöstlich des Ortskerns von Matute de la Sierra in einer Landschaft mit kleinen Obstgärten und dicht bewachsenen Gehölzen.
Kulturtermine im Sommer
In Matute de la Sierra organisiert eine Vereinigung der Freunde der Romanik jeden Sommer eine Kulturwoche mit Vorträgen, Konzerten und Aktivitäten in der Kirche Santa Coloma. Das Patronatsfest Santa Coloma wird am ersten Sonntag im August gefeiert. Beide Angaben setzen unterschiedliche zeitliche Akzente: Die Kulturwoche findet jeden Sommer statt, das Patronatsfest am ersten Sonntag im August.
Am Fuß des Cerro de San Juan
Matute de la Sierra liegt am Fuß des Cerro de San Juan. Durch Matute de la Sierra verläuft außerdem der Fluss Zarranzano. Der Cerro de San Juan gehört im Gemeindegebiet von Almarza zu den höher gelegenen Aussichtspunkten, die häufig besucht werden. Ortslage, Flusslauf und höher gelegenes Gelände bilden damit die wesentlichen Landschaftsbezüge rund um Matute de la Sierra. Die räumlichen Bezüge bleiben dabei getrennt: Der Zarranzano verläuft durch den Ort, während Matute am Fuß des Cerro de San Juan liegt.
Zu den Sehenswürdigkeiten von Matute de la Sierra gehört die Ermita de la Soledad.
Anreise und Ortsgeschichte
Matute de la Sierra ist über die N-111 und eine Abzweigung auf die SO-620 erreichbar. Diese Straßen bilden die konkrete Anbindung des Ortes und lassen sich bei der Planung einer Fahrt mit den kulturellen und landschaftlichen Zielen verbinden.
Matute de la Sierra war mehr als dreißig Jahre lang entvölkert und wurde anschließend durch das Engagement einiger ehemaliger Bewohner wiederbelebt. Diese Entwicklung gehört zur jüngeren Ortsgeschichte und steht zeitlich neben den mittelalterlichen Spuren von Santa Coloma. So umfasst der Ort sowohl die Errichtung der Kirche in den letzten Jahren des 12. Jahrhunderts als auch eine deutlich spätere Phase der Wiederbelebung.
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