Covaleda – Berglandschaft, Wanderwege und Kultur in Soria

Zwischen Hochgebirge und besonderen Naturorten

Covaleda zeigt seine Eigenart an markanten Natur- und Kulturorten. Die Laguna Helada ist eine durch Gletschererosion entstandene Hochgebirgslagune im Gemeindegebiet von Covaleda. Am höchsten Punkt der Sierra de la Umbría liegt die außergewöhnliche Felsformation Piedra Andadera, die bereits bei leichtem Druck schwankt. Auch Pino Rey gehört zu den besonderen Naturbezügen des Ortes: Der Baum gilt als bemerkenswert und ist im Katalog der bemerkenswerten Bäume von Castilla y León verzeichnet.

Wanderwege mit Geschichte am Weg

Der Wanderweg PR-SO 77 beginnt in Covaleda, wurde 2014 homologiert und gilt als gut hergerichtet und ausgeschildert. Sein Verlauf führt über die Ermita de San Cristóbal, den Puente de la Valerosa, die Cueva Pirola, den Refugio de Félix, die Cueva del Tío Melitón und den Refugio de la Cabeza. Der Rückweg verläuft über den GR-86 nach Covaleda. Eine weitere Wanderroute beginnt ebenfalls in Covaleda und führt bis zur Cascada de la Mina del Médico; sie besitzt hohen ethnografischen und landschaftlichen Wert.

Sakralbauten und romanische Spuren

Zu den kulturellen Bezugspunkten zählt der Puente de Santo Domingo. Die romanische Brücke wurde zu Beginn des Mittelalters nach dem Vorbild römischer Brücken errichtet und ist als Bien de Interés Cultural (BIC) ausgewiesen. Die heutige Ermita de San Cristóbal wurde 1975 eingeweiht und beherbergt in ihrer einzigen Kapelle ein Bild des heiligen Christophorus. Die Kirche San Quirico und Santa Julita gilt als gotischer Sakralbau.

Auch die Ermita del Campo bewahrt mehrere historische Ebenen. Sie wurde 1985 wiederaufgebaut, nachdem ein Brand das Gebäude und das Altarbild zerstört hatte. In der Ermita befindet sich ein romanisches Bildnis von Nuestra Señora del Campo. So stehen in Covaleda unterschiedliche Epochen und Formen nebeneinander, von der romanischen Brücke über das romanische Bildnis bis zum gotischen Sakralbau und den später eingeweihten Kapellen.

Archäologische Orte und lokale Überlieferungen

Ein Abschnitt der Römischen Straße, die durch diese Gegend führte, liegt nahe dem Gelände Pozo de San Millán. Die anthropomorphen Gräber von Pozo San Millán stammen aus dem Frühmittelalter, aus dem 8. bis 10. Jahrhundert. Die Cueva del Tío Melitón ist mit der Überlieferung verbunden, dass Tío Melitón im Berg lebte und die Höhle als Vorratskammer und Trockenraum nutzte. Der Muro Ciclópeo nahe dem Gelände Paso de los Arrieros wird ins 4. bis 3. Jahrhundert v. Chr. datiert.

Ein weiterer Erinnerungsort ist das Haus, in dem der Schriftsteller José García Nieto während seines Aufenthalts in Covaleda wohnte. Es trägt eine Gedenktafel. Ergänzt wird dieser historische und kulturelle Rahmen durch den jährlich angekündigten Wettbewerb „Concurso del Mejor Chorizo del Mundo“ in Covaleda. Die Veranstaltung wird von Vorführungen zur handwerklichen Chorizo-Herstellung und weiteren kulturellen Aktivitäten begleitet.

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