Sauquillo de Cabezas – Kirchen, Klöppelkunst und Landschaft

San Pedro Apóstol, Klöppelspitzen, Ortsfeste und Naturräume geben Sauquillo de Cabezas sein eigenes Profil. Zur Ortsgeschichte gehören romanische Spuren an der Kirche und erhaltene Teile zweier Paläste; im näheren Umfeld liegen außerdem die Ruinen von Santa Lucía. Für die Landschaft stehen die Cañada Larga, die Laguna del Terrero und ein Kiefernwald.

Kirche und historische Spuren

Die Kirche San Pedro Apóstol hat romanische Ursprünge, die sich an ihren zugemauerten Bögen und dem Weihwasserbecken ablesen lassen. Das Gotteshaus besitzt ein Mittelschiff und einen Grundriss in Form eines lateinischen Kreuzes. In der Kirche befindet sich außerdem eine Sammlung von Silberarbeiten.

Vom Palacio del Marqués de Casablanca ist nur eine gotische Fassade erhalten; das Gebäude befindet sich in Privatbesitz. Beim Palacio de los Cáceres ist nur sein Portal erhalten, auch dieser Palacio ist in Privatbesitz. Die Kapelle des Cristo de la Salud beherbergt ein Bildnis aus der Schule des valladolidischen Bildhauers Gregorio Fernández.

Handwerk und Ortsfeste

Beim Klöppeln in Sauquillo de Cabezas werden Fäden mit Spulen, den sogenannten Bolillos, verflochten. Die Arbeit wird mit Nadeln auf einem gepolsterten Kissen, dem Mundillo, befestigt; ein gelochtes Muster, das Picado, dient als Vorlage. In den traditionellen Häusern von Sauquillo de Cabezas lebten Menschen und Tiere unter demselben Dach.

Beim Encuentro de Encajeras zeigen die Teilnehmerinnen, wie sie Klöppelspitzen anfertigen. Außerdem gibt es Verkaufsstellen für die entstandenen Bolillo-Arbeiten und einen Mercadillo. Das Encuentro de Encajeras findet Ende Juni im Frontón Municipal statt. Während der Ortsfeste werden die traditionellen Spiele Chito für Männer und Bolos für Frauen gepflegt.

San Pedro ist das Hauptfest des Ortes und wird am letzten Augustwochenende gefeiert. Das Fest zu Ehren des heiligen Antonius von Padua wird am 13. Juni mit einer Wallfahrt gefeiert. Zuvor wird das Recht versteigert, die Stangen am Eingang des Heiligen und bei seinem Aufstieg auf den Thron zu tragen. San Isidro wird am 15. Mai gefeiert. Die VIII. Matanza Popular in Sauquillo de Cabezas war ein traditionelles Fest, bei dem am 29. Februar Erzeugnisse vom Schwein verkostet wurden.

Wege, Wasser und Kiefern

Die Cañada Larga, auch „Camino del Arroyo“ genannt, ist ein von Pappeln gesäumter Spazierweg mit Bänken, der zur Poza Rubia führt. Die Laguna del Terrero liegt neben der Straße; an ihrer Quelle wuschen die jungen Frauen des Ortes traditionell ihre Wäsche. Ein Kiefernwald gehört zu den Naturräumen von Sauquillo de Cabezas.

Der zwischen Sauquillo de Cabezas und Turégano verlaufende Wald aus Harzkiefern umfasst einzelne Bäume mit einem Durchmesser von mehr als 1,5 Metern und einer Höhe von mehreren Metern. Im näheren Umfeld, in Richtung Sauquillo de Cabezas und Turégano, liegt bei Aguilafuente die archäologische Stätte Santa Lucía mit einer spät­römischen Villa. Ihre Blütezeit lag um das 4. Jahrhundert; möglicherweise bestand sie bis weit ins 5. Jahrhundert fort. Zwischen Aguilafuente und Sauquillo de Cabezas liegen die Ruinen von Santa Lucía mit den Überresten eines römischen landwirtschaftlichen Gebäudes.

Für Ihre weitere Orientierung finden Sie außerdem Adrada De Pirón, Otero De Herreros, Prádena, La Matilla, Castillejo De Mesleón, Aldea Real, Lastras del Pozo und Torre Val De San Pedro.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Segovia.

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