Espirdo: Geschichte, Landschaft und Pilgerwege
Kultur und Geschichte
Espirdo verbindet mehrere greifbare Zeugnisse seiner Vergangenheit. Die Iglesia de San Pedro Apóstol stammt aus dem 17. Jahrhundert. Ältere Spuren zeigt die Ermita de la Virgen de Veladíez: Sie war früher die Kirche einer mittelalterlichen Siedlung und liegt 1,5 km außerhalb von Espirdo in Richtung Segovia auf einer kleinen Anhöhe. Wenige Meter von ihren Mauern entfernt befindet sich eine westgotische Nekropole. Im Schiff bewahrt die Ermita romanische Kragsteine, an ihrer Südfassade steht ein Portal.
Auch die Potros de Herrar gehören zum historischen Bild des Ortes. Dabei handelt es sich um Vorrichtungen zum Beschlagen von Vieh. In Espirdo gibt es drei verschiedene Standorte: den Potro de Espirdo an der Straße nach Segovia, den Potro de Tizneros in der Calle la Fuentona und den restaurierten Potro de La Higuera in der Calle Baja. Kirche, Ermita, Nekropole und die früheren Arbeitsvorrichtungen stehen dabei für unterschiedliche Seiten lokaler Geschichte. Kulturinteressierte begegnen in Espirdo mit der Iglesia de San Pedro Apóstol, der Ermita de la Virgen de Veladíez und den Potros de Herrar drei unterschiedlichen historischen Themen.
Geografische Einordnung
Espirdo liegt im Duero-Becken und in der Naturregion der miozänen Campiñas. Diese gelten als sanft gewellte Ebenen. Die Flüsse Riaza, Duratón, Cega, Pirón, Eresma und Moros durchziehen die Campiña und bilden breite Täler und Terrassen. Zur Flora von Espirdo gehören Steineichen, Weiden, Eschen, Pappeln, Ulmen und Kiefern; zur Fauna zählen Hasen, Rebhühner, Wachteln, Milane und Drosseln. Für Naturinteressierte verbindet sich Espirdo mit der Campiña, den Flüssen Riaza, Duratón, Cega, Pirón, Eresma und Moros sowie mit der Flora und Fauna von Espirdo.
Wege und religiöse Routen
Der Camino de San Frutos führt von der Plaza de Espirdo über Tizneros, Basardilla und Santo Domingo de Pirón weiter. Außerdem verläuft im Nordosten von Segovia eine 77 km lange Route, die in Segovia beginnt und an der Ermita de San Frutos endet.
Feste und lokale Traditionen
Der Festkalender umfasst die Romería de Nuestra Señora de Veladíez, die am ersten Sonntag im Mai in Espirdo stattfindet. In der zweiten Septemberwoche folgen die Patronatsfeiern zu Ehren von Nuestra Señora del Rosario, ebenfalls in Espirdo. Zur Criazón de la Cacera de San Medel gehört außerdem die jedes Jahr stattfindende Reinigung der Bewässerungskanäle. Religiöse Feiern und die Pflege der Wasserkanäle gehören damit ebenso zum örtlichen Jahreslauf wie die historischen Bauwerke und Wege.
Die Geschichte des Ortes reicht dabei über die sichtbaren Gebäude hinaus: Espirdo ist seit 1086 unter dem Namen „Spiritu“ belegt, hieß 1247 „Spiritu de Ruviales“ und trägt seit dem 16. Jahrhundert seinen heutigen Namen.
Weitere Ziele auf dieser Gebietsebene sind La Matilla, Grajera, Zamarramala, Cuéllar, Coca, Los Huertos, Valsaín und Zarzuela del Pinar.
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