Castroserracín entdecken: Kirche, Schluchten und Feste

Kirche und Geschichte

Castroserracín verbindet sakrale Kunst, bewaldete Landschaften, historische Wege und Feste. Die Ortsgeschichte reicht dabei bis in die Zeit der Rückeroberung und christlichen Wiederbesiedlung zurück.

Die Kirche Santo Tomás Apóstol ist ein romanischer Sakralbau. An ihrem Turm und an den Strebepfeilern wurden dekorierte Quader mit Rosetten wiederverwendet. Der barocke Hauptaltar enthält Darstellungen von Santo Tomás Apóstol und San Bartolomé. Innerhalb des Ortsgebiets von Castroserracín befindet sich außerdem die Ermita de San Gregorio.

Castroserracín wurde im Zuge der Rückeroberung und der christlichen Wiederbesiedlung seines Gebiets durch die Comunidad de Villa y Tierra de Sepúlveda im 11. und 12. Jahrhundert wiederbesiedelt.

Wald, Kräuter und Pilze

Im nördlichen Teil der Gemeinde Castroserracín liegt die Serrezuela de Pradales. Ihre bewaldeten Hänge bestehen aus Kiefern und Eichen; dort kommen besonders viele Pilze vor, vor allem níscalos. An den Hängen rund um Castroserracín wachsen außerdem aromatische Pflanzen wie Thymian.

Ein Teil der Wälder der Serrezuela de Pradales ist in das Projekt Micocyl eingebunden, das die Pilzsammlung durch die Ausgabe von Sammelerlaubnissen regelt. Auch die kalkhaltigen Hochflächen der Gemeinde gehören zur regionalen Prägung: Ihre hochwertigen Weiden wurden historisch von Schafen der Rasse Churra zur Erzeugung von hochwertigem Lammfleisch aus Milchlämmern genutzt.

Wege durch Schluchten und Landschaft

Rund um Castroserracín sind frühere Hirtenpfade und Viehtriften aus der Zeit der Transhumanz erhalten. Diese Wege können heute für Spaziergänge genutzt werden und verbinden die Landschaft mit ihrer landwirtschaftlich geprägten Vergangenheit.

Die Senda del Fraile führt von Castroserracín nach Valle de Tabladillo durch eine in Kalkstein eingeschnittene Schlucht. Unterwegs liegen die geologischen Formationen El Fraile und Las Monjas. Zwischen Valle de Tabladillo und Castroserracín verläuft außerdem der 6,6 Kilometer lange Wanderweg El Corazón de las Pedrizas. Er weist einen niedrigen Schwierigkeitsgrad auf und kann ganzjährig begangen werden.

Der Cañón del Fraile ist eine geologisch besonders interessante Schlucht. Zugleich bietet er Gänsegeiern Zuflucht und Lebensraum. So stehen bei den Wegen rund um Castroserracín sowohl die Formen des Kalksteins als auch die Tierwelt der Schlucht im Mittelpunkt.

Feste und gemeinsames Ortsleben

Bei der San-Antonio-Feier in Castroserracín, die am Samstag nahe dem 13. Juni begangen wurde, gehörten eine abendliche Tanzveranstaltung, eine Messe zu Ehren von San Antonio und eine Prozession von der Kirche Santo Tomás Apóstol zum Festablauf. Die Feierlichkeiten zur Natividad de Nuestra Señora um den 20. August erstreckten sich über drei Tage und umfassten religiöse Veranstaltungen, gemeinsame Mahlzeiten und Tanzveranstaltungen.

Vor diesen Feierlichkeiten organisierte die Asociación Cultural Castroserracín gemeinsam mit dem Ayuntamiento eine Kulturwoche. Auf dem Programm standen Wettbewerbe, Wettkämpfe, Theater, Spiele und Ausflüge.

Weitere Reiseziele: Coca, Collado Hermoso, Navafría, Torreiglesias, Yanguas De Eresma, Saldaña de Ayllón, Valseca und Sauquillo de Cabezas.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Segovia.

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