Sorihuela: Wasserwege, Kulturerbe und Granitlandschaft

File:Bolos graníticos Sorihuela.jpg File:Bolos graníticos Sorihuela.jpg Foto: Xemenendura via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Sorihuela zwischen Wasserwegen und Granitbergen

Sorihuela liegt an der Autovía Ruta de la Plata. Rund um den Ort besteht die Landschaft aus Weideflächen für das Vieh und kleinen, am Fluss gelegenen Gemüsegärten. Darüber erheben sich höher gelegene Berge, die schroff und unwegsam sind, von Granitfelsen geprägt und nur spärlich bewachsen; von dort bieten sich weite Panoramablicke. Sorihuela zeigt damit den Wechsel zwischen Flussnähe, genutzten Flächen und felsigen Höhenzügen. Diese unterschiedlichen Landschaftsbilder begegnen Ihnen auf dem Wasserweg, an den Kulturstätten und entlang der Fahrradroute.

Die Ruta de los Caños

Die Ruta de los Caños ist ein drei Kilometer langer Rundweg, für den man etwa eineinhalb Stunden benötigt und der sechzehn Wasserkanäle, Quellen, Waschplätze und Tümpel passiert. Die Strecke führt damit an verschiedenen wasserbezogenen Stationen vorbei, die den Wegverlauf prägen. Zum selben Thema gehört das Museo Casa de los Pobres, ein Interpretationszentrum für die Ruta de los Caños. Wasserkanäle, Quellen, Waschplätze und Tümpel stehen so neben einem Ort, der sich ausdrücklich dieser Route widmet.

Kirche und Einsiedelei

Die Iglesia de Ntra. Señora de la Asunción wurde zu Beginn des 17. Jahrhunderts errichtet. Außerhalb von Sorihuela liegt die Ermita del Cristo de Valvanera; sie beherbergt eine Statue des Christus von Valvanera aus dem 18. Jahrhundert. Kirche und Einsiedelei sind räumlich voneinander unterschieden: Die eine befindet sich in Sorihuela, die andere außerhalb des Ortes. Zugleich verweisen beide auf unterschiedliche Zeiten, denn die Kirche stammt aus dem frühen 17. Jahrhundert, während die Statue dem 18. Jahrhundert zugeordnet wird.

Gräber im Gebiet El Maguillo

Im Gebiet El Maguillo befindet sich ein einzelnes, in einen Granitblock gehauenes Grab. Die Necrópolis del Maguillo umfasst drei doppelte und zwei einzelne, in den Fels gehauene Gräber. Granit erscheint hier sowohl als prägendes Material der höher gelegenen Landschaft als auch in den beschriebenen Gräbern. Einzelgrab, Doppelgräber und einzelne Gräber geben den steinernen Stätten im Gebiet El Maguillo unterschiedliche Formen.

Der Pino Piñonero

Zu den auffälligen Naturmerkmalen gehört die als „Pino Piñonero“ bezeichnete Pinie, die örtlich auch als „El Pino“ bekannt ist. Der Baum ist 17,60 Meter hoch und hat einen Durchmesser von 3,61 Metern. Damit verbindet sich in Sorihuela eine örtliche Bezeichnung mit einem genau beschriebenen Baum von beachtlicher Größe.

Fiesta und überlieferte Bräuche

Zur im September gefeierten Fiesta del Cristo de Valvanera gehören eine Prozession zur Einsiedelei, eine anschließende Versteigerung und die Ausgabe von Süßigkeiten. Anders geprägt war das Antruejo, eine vor dem Karneval begangene Tradition: Man zog durch die Straßen und läutete möglichst viele Glocken und Hörner. In Sorihuela stehen damit ein Fest im September und ein Brauch vor dem Karneval nebeneinander; beide sind mit Wegen durch den Ort beziehungsweise zur Einsiedelei verbunden.

Die BTT-Rundstrecke

Die Ruta BTT de la Plata – Circular Sorihuela ist eine 24 Kilometer lange Rundstrecke, die in Sorihuela beginnt und endet und als leicht eingestuft wird. Ihr Start und ihr Ende liegen damit am selben Ort, während die angegebene Schwierigkeit eine klare Orientierung für die Streckenwahl bietet. Zusammen mit den Wasserwegen, den Gräbern, der Pinie und den religiösen Stätten gehört die Route zu den unterschiedlichen Facetten, über die sich Sorihuela draußen und im Ortsumfeld erleben lässt.

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