Olmedo de Camaces zwischen Töpfertradition und BTT-Route
Olmedo de Camaces verbindet eine BTT-Rundroute mit Eisenbahngeschichte, Töpferhandwerk und Bräuchen rund um San Jorge. Die BTT-Route „Camino antiguo de Olmedo“ ist ein 11,74 Kilometer langer Rundkurs. Radfahren und Angeln bilden dabei zwei eigenständige Seiten des Ortes: Die Route steht für Bewegung durch die Landschaft, während im Fluss grundsätzlich geangelt werden darf. Ergänzt wird dieses aktive Profil durch die Geschichte der Eisenbahnlinie „La Fuente de San Esteban–La Fregeneda“, die das Gemeindegebiet von Olmedo de Camaces durchquert.
Aktivitäten
An der Route gibt es in Olmedo de Camaces eine Informations- und Raststation. Sie befindet sich in den alten Waschhäusern von Olmedo de Camaces und verbindet damit einen praktischen Ort an der Strecke mit einem erhaltenen Bestandteil des lokalen Ortsbilds. Für Besucher, die Radfahren und Angeln in den Mittelpunkt stellen, liegen hier zwei klar voneinander getrennte Themen des Aufenthalts: die BTT-Runde „Camino antiguo de Olmedo“ und das grundsätzlich erlaubte Angeln im Fluss.
Geschichte
Die Eisenbahngeschichte von Olmedo de Camaces reicht über die heute sichtbaren Spuren der Strecke hinaus. Die Eisenbahnlinie „La Fuente de San Esteban–La Fregeneda“ durchquert das Gemeindegebiet von Olmedo de Camaces. Sie wurde mit der Kategorie Denkmal als Bien de Interés Cultural ausgewiesen. Der aufgegebene Bahnhof Olmedo y Cerralbo gehört zur ehemaligen Eisenbahnlinie des Duero. So stehen eine ausgewiesene historische Eisenbahnlinie und ein aufgegebener Bahnhof für zwei unterschiedliche Kapitel der Verkehrsgeschichte.
Kultur
Zur Töpfergeschichte gehören mehrere konkrete Stationen. Im 19. Jahrhundert kamen Töpfer aus dem salmantinischen Töpferzentrum Tamames de la Sierra nach Olmedo de Camaces. Bei der traditionellen Töpferei wurden zwei Tonarten verwendet: ein fester beziehungsweise roter Ton und ein weicher beziehungsweise gelber Ton. Die Töpfertradition von Olmedo de Camaces bestand bis 1966; in diesem Jahr stellte der letzte Töpfer die Arbeit mit Ton ein. Töpfer aus Tamames de la Sierra, die beiden Tonarten und das Ende der Tradition geben der lokalen Kulturgeschichte eine zeitliche und handwerkliche Prägung.
Der heilige Georg ist der Schutzpatron von Olmedo de Camaces. Zu einem historischen Brauch am San-Jorge-Fest gehörte, dass die Einwohner von Olmedo die Bewohner von Fuenteliante und Bañobárez zu ihrem Fest einluden, um gemeinsam Gazpacho zu essen. Bei diesem historischen Brauch wurden kunstvoll geschnitzte Holzlöffel verwendet, die von Hirten und Ziegenhirten gefertigt worden waren. San Jorge, die gemeinsame Gazpacho und die geschnitzten Holzlöffel verbinden Festkultur, Nachbarschaft und handwerkliche Überlieferung.
Die „Portalitos“ vor den Haustüren sind typisch für Olmedo de Camaces. In der Kirche stammt der Hauptaltar aus dem 18. Jahrhundert. Zusammen mit der Töpfertradition und dem San-Jorge-Brauch zeigen Portalitos und Hauptaltar weitere kulturelle Motive des Ortes. Für kulturgeschichtlich Interessierte bilden diese Haustürelemente, der Altar und das Töpferhandwerk verschiedene Zugänge zur Geschichte von Olmedo de Camaces.
Weitere Orte
Weitere Orte: Vega de Tirados, Cereceda De La Sierra, Nava de Francia, Aldeanueva De La Sierra, Villares De Yeltes, El Bodón, Villasrubias und Candelario.
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