Carrascal del Río – Natur, Kultur und Landschaften
File:Hoces del Rio Duratón. Ermita de San Frutos (Carrascal del Río).jpg
Foto: @juanjo.ciru via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Landschaften am Río Duratón
Wer Carrascal del Río besucht, begegnet einem Ort, dessen Landschaft eng mit dem Río Duratón und seinen Stauseen verbunden ist. Carrascal del Río liegt auf halbem Weg zwischen dem Embalse de Burgomillodo und dem Embalse de las Vencías, an der SG-V-2411 und am östlichen Rand des Mar de Pinares. Etwa ein Drittel der Fläche von Carrascal del Río gehört zum Naturpark Hoces del Río Duratón.
Wege zwischen Auwald und Flugsand
Die Senda de la Vega verbindet Carrascal del Río mit Burgomillodo. Auf der Strecke lassen sich zwei deutlich unterschiedliche Ökosysteme beobachten: ein Auwald mit verschiedenen feuchtigkeitsabhängigen Arten sowie ein Lebensraum auf Flugsanden, in dem die Strandkiefer (Pinus pinaster Ait.) hervorsticht. Für eine Pause unterwegs verfügt das Erholungsgebiet Área Recreativa de Carrascal del Río über Tische, Bänke und Schaukeln, die Ausflügler zum Essen und Ausruhen nutzen können.
San Frutos und die Geschichte von Burgomillodo
Die Ermita de San Frutos liegt im Gemeindegebiet von Carrascal del Río, gehört jedoch zum Ortsteil Burgomillodo. Sie wurde am 3. Juni 1931 zum kunsthistorischen Denkmal und zum Bien de Interés Cultural erklärt. Das Priorat von San Frutos, heute als Ermita de San Frutos bekannt, besteht aus den Überresten eines ehemaligen klösterlichen Konvents. Neben der Apsis liegt zwischen den Überresten des ehemaligen Priorats eine westgotische Nekropole. Der Zugang zum Komplex erfolgt über eine steinerne Brücke aus dem 18. Jahrhundert, die die als „La Cuchillada“ bekannte Felsspalte überquert. Auf der Route zur Ermita gibt es außerdem einen Aussichtspunkt über den Río Duratón, von dem aus der Embalse de Burgomillodo zu sehen ist.
Kirche, Feste und bewahrtes Handwerk
In Carrascal del Río steht die Pfarrkirche Nuestra Señora de la Asunción, ein einschiffiger romanischer Bau mit halbrunder Apsis und einem an das Langhausende angefügten Turm. Ihr barockes Eingangsportal entstand im 18. Jahrhundert. Auch örtliche Bräuche gehören zum kulturellen Bild: La Hacendera findet am Karnevalsdienstag statt. Dabei erledigen die Einwohner von Carrascal del Río Arbeiten zum Wohl des Ortes; anschließend lädt die Gemeindeverwaltung sie zum Essen ein. Las Candelas und San Blas werden am 2. und 3. Februar mit Messen gefeiert. Am Tag des San Blas gibt es außerdem eine Prozession mit Gebäck und Wein. Die Schmiede von Carrascal bewahrt ihren Blasebalg aus Holz und Leder, die Esse mit Rauchhaube und den Trog zum Abschrecken. Das Ensemble aus Siedlung, Weinkellern, Schmiede, Mühle und Schafställen wurde am 25. Juni 1965 zum Bien de Interés Cultural erklärt.
Rundwanderung und Wassersport
Die nahezu 15 Kilometer lange Rundwanderung Barrancos del Duratón ist in Abschnitte gegliedert, durchgehend markiert und beschildert und mit zahlreichen Informationstafeln ausgestattet. Sie verläuft zwischen Carrascal del Río und Castrojimeno. In Burgomillodo, das zu Carrascal del Río in der Provinz Segovia gehört, zählt der Ort zu den größeren Zentren für Wassersport, Kajakfahren und Rudern in Castilla y León.
Weitere Ziele sind: La Atalaya, Moriscos, Olmedo De Camaces, Huerta, Vitigudino, Linares De Riofrío, Vallejera De Riofrío und Zarapicos.
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